Gesundheit : Hochschulreform: Landfried: Reformen statt Geschwätz

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Landfried, hat mit Nachdruck eine Reform der Universitäten gefordert. Wenn nicht bald etwas geschehe, mache sich Deutschland international lächerlich, sagte Landfried am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin. Dringender Reformbedarf bestehe bei der Promotionspraxis, der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und der Bezahlung der Lehrenden. Damit spricht sich der Repräsentant der deutschen Hochschulen für eine Reform des Dienstrechts aus.

Das Dozentengehalt müsse sich wie in Kanada oder der Schweiz an der Leistung orientieren, forderte Landfried. Damit werde man international "ein bisschen konkurrenzfähiger" und komme aus dem deutschen Bürokratismus heraus. Über die Gegenargumente könne er "nur lachen". "Ich bin das Geschwätz vom Untergang des Abendlandes leid."

Auch müsse die "gemütliche Art" der Promotionspraxis ein Ende haben. Es könne nicht sein, dass Geisteswissenschaftler erst mit Mitte 30 ihre Dissertation abschlössen. Landfried schlug eine Altersgrenze von 30 Jahren vor. Es sei "überhaupt kein Problem" mit 26, 27, 28 Jahren zu promovieren. Dazu bedürfe es aber einer Eignungsprüfung innerhalb der ersten beiden Semester und einer "vernünftigen Darlehenskomponente", damit Studenten nicht nebenher jobben müssten.

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