Gesundheit : Hochschulwesen: Europa-Universität feiert Jubiläum

U. S.

Mit Veranstaltungen beiderseits der deutsch-polnischen Grenze begeht die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt im Juli ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Am 15. Juli wird es einen Festakt in der Frankfurter Konzerthalle geben mit Ministerpräsident Manfred Stolpe und den früheren Rektoren Knut Ipsen und Hans Weiler sowie dem Rektor der Partneruniversität in Posen, Stefan Jurga. Anschließend wird nach einem Gang über die Oderbrücke im Slubicer Collegium Polonicum das Dedecius-Archiv eingeweiht. Die Sammlung zu den deutsch-polnischen Kulturbeziehungen war der Europa-Universität vom Gründer des deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, Karl Dedecius, geschenkt worden.

Die Feiern werden schon am 13. Juli beginnen, wenn der Dichter Günter Grass an der östlichsten deutschen Universität den diesjährigen Deutsch-Polnischen Viadrina Preis überreicht bekommt. Die 1999 gestiftete Auszeichnung hatten vor ihm Karl Dedecius und der polnische Solidarnosc-Kämpfer und Chefredakteur der "Gazeta Wyborcza", Adam Michnik, erhalten. An diesem Tag startet auch eine zweitägige wissenschaftliche Tagung zum "Beitrag der mittel- und osteuropäischen Staaten zur EU-Erweiterung", die die Europa-Universität Viadrina und "Gazeta Wyborcza" gemeinsam veranstalten. Am Abend des 14. Juli ist zudem eine Feier mit Mitgliedern des Gründungssenats und von Absolventen geplant.

Die Europa-Universität war 1991 gegründet worden. Ein Jahr später wurde der Studienbetrieb mit anfangs 600 Kommilitonen gestartet. Heute lernen 3800 junge Menschen aus 46 Ländern an den Fakultäten für Rechts-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften. Ein Drittel der Studenten kommt aus Polen. Gemeinsam mit der Uni Poznan (Posen) betreibt die Hochschule in Slubice das deutsch-polnische Lehr- und Forschungsinstitut Collegium Polonicum.

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