Gesundheit : Humboldt-Uni wählt Vizepräsidenten

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Die Humboldt-Universität hat am Dienstag den bisherigen Vizepräsidenten für Forschung, Hans Jürgen Prömel, für eine zweite Amtszeit gewählt. Der 52-jährige Mathematiker erhielt im ersten Wahlgang 38 Ja- und 12 Nein-Stimmen von insgesamt 60 Stimmen.

Vor einer Woche war Prömel vom Konzil der Uni angehört worden. Dabei wurde er auch gefragt, wer für den gescheiterten Antrag der Humboldt-Universität im Elite-Wettbewerb von Bund und Ländern verantwortlich sei. Prömel antwortete, dies sei „eine komplexe Geschichte“. Der Arbeitsgruppe unter dem damaligen Präsidenten Jürgen Mlynek häten verschiedene Personen, darunter auch der Vizepräsident für Forschung, angehört. Prömel sagte: „Ich hatte die Einschätzung, dass der Antrag nicht so war, wie er in einer anderen Situation hätte sein können.“ Die HU sei hinter ihrem Potenzial zurückgeblieben. Präsident Mlynek hatte im April überraschend seinen Wechsel zur Helmholtz-Gemeinschaft angekündigt. Prömel leitete die Uni monatelang kommissarisch. Prömel sagte, er könne sich vorwerfen, nicht darauf verzichtet zu haben, die Antragsskizze einzureichen. Im Präsidium sei erwogen worden, erst in der zweiten Runde des Wettbewerbs, die im Herbst 2007 entschieden wird, anzutreten. Doch wäre das „schwer vermittelbar“ gewesen.

Prömels Zehn-Punkte-Programm für seine nächste Amtszeit sieht unter anderem vor, in den kommenden Jahren die Hälfte der Doktoranden in strukturierten Programmen auszubilden. Die Zahl der interdisziplinären Zentren soll auf 12 verdoppelt werden. Die HU will angesichts ihrer Mittelknappheit weiter nach außeruniversitären Kooperationspartnern suchen. Sie erwägt auch, die Lehrbelastung für Spitzenforscher zu senken. akü

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