Gesundheit : Keine Angst vor Sponsoren

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Die Erben privater Spender haben die Universität Princeton auf Rückzahlung ihrer Sponsorengelder verklagt, weil sie mit der Verwendung der Mittel nicht einverstanden sind. Droht deutschen Privathochschulen ähnlicher Ärger?

Die vor fünf Jahren eröffnete „International University Bremen“ (IUB) hat kürzlich von der Jacobs-Stiftung eine 200-Millionen-Euro-Spende zugesagt bekommen. Fordert der ehemalige Chef der Kaffeefirma Jacobs , Klaus Jacobs, das Geld womöglich eines Tages zurück? Und kann die private Uni überhaupt noch frei forschen, wenn sie von einem Großspender abhängig ist? IUB-Präsident Joachim Treusch, der die Spende eingeworben hat, sagt, der Fall in Princeton sei schon deshalb anders gelagert, weil in den USA die Erben einer Privatfamilie klagten, während das Geld für die IUB von einer Stiftung kommt, „die natürlich keine Erben hat“. „Insofern besteht die Gefahr einer Klage von vornherein nicht“, glaubt Treusch. Vor allem habe Stiftungsgründer Jacobs „eindeutig gesagt, dass er nie auch nur den geringsten Einfluss auf die wissenschaftliche Aktivität der Universität nehmen“ wolle. stg

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