Gesundheit : Klimagipfel: Kälter wird es auch durchs Forschen nicht

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An Szenarien, wie heiß es im Treibhaus Erde werden könnte, fehlt es nicht. Die Ursachen der Klimaveränderung sind nach heutiger Auffassung hauptsächlich vom Menschen zu verantworten, der zu viel Energie verbraucht und zu große Mengen klimaschädlicher Gase produziert. Über das Ausmaß der Temperaturerhöhung kann allerdings trefflich gestritten werden. Eine allgemein akzeptierte Basis schuf das UN-Gremium für Klimaveränderungen (IPCC) mit einer Prognose zu Jahresbeginn. Demnach wird bis zum Ende des Jahrhunderts mit einer Erhöhung der globalen Temperaturen im Bereich von 1,4 bis 5,6 Grad zu rechnen sein. Die obere Grenze gilt für totale ökologische Untätigkeit, die untere für optimale und realistische Emissionsvermeidung.

In der heute erscheinenden Ausgabe des Fachmagazins "Science" melden der amerikanische Forscher Tom Wigley und seine britische Kollegin Sarah Raper allerdings neue Zahlen. Demnach dürfte das Klima zwischen 1,7 und 4,9 Grad wärmer werden. Die Einengung der Bandbreite sei kein Widerspruch zum IPCC-Bericht, sagt Hubertus Fischer vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, an dem Raper seit kurzem forscht. Vielmehr handele es sich um eine Weiterentwicklung, da mögliche Fehlerfortpflanzung im Modell berücksichtigt sei. Zudem seien Wahrscheinlichkeiten berechnet. Demnach ist es zu neunzig Prozent wahrscheinlich, dass die Klimaerwärmung in den genannten Grenzen liegen wird. Die Klima-Modellierer haben auch den Bereich der Temperaturerhöhung definiert, der am wahrscheinlichsten eintreten wird. Dieser liegt Fischer zufolge zwischen 2,4 und 3,8 Grad - für eine Entwarnung viel zu heiß.

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