Gesundheit : Krebsforschung: Neues Mittel erfolgreich an Mäusen getestet

Wissenschaftler in den USA und Japan haben ein neues Krebsmittel mit einer verringerten toxischen Belastung erfolgreich an Mäusen getestet. Die Injektion mit genetisch veränderten Nierenzellen von Hamstern habe Gehirntumore bei Mäusen um 70 Prozent zurückgehen lassen, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature Biotechnology". Dieses Mittel habe geringere Nebenwirkungen für die Patienten.

Krebszellen stimulieren für ihre eigene Sauerstoff-Versorgung die Bildung neuer Blutgefäße. Dieser Prozess wird Angiogenese genannt. Bislang war der Einsatz natürlicher Angiogenese-Blocker unwirksam, weil der Organismus diese Blocker rasch abbaut.

Die Forscher aus Tokio und um Rona Carroll in Boston haben dabei den natürlichen Blocker Endostatin eingesetzt, der den Krebszellen die für ihr Wachstum nötige Sauerstoff-Zufuhr abschneidet. Die Hamster-Nierenzellen wurden genetisch verändert, um Endostatin selbst zu produzieren. Um diese "Blocker-Fabriken" im Organismus vor Abbau zu schützen, wurden sie mit einer gelatineähnlichen Substanz umwickelt.

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