Gesundheit : Kybernetik-Pionier von Foerster ist tot

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Der Physiker und Philosoph Heinz von Foerster ist tot. Der Mitbegründer der Kybernetik starb am vergangenen Mittwoch im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Pescadero nahe San Francisco. Kybernetik kann man frei als Regelungstechnik übersetzen. Sie beschäftigt sich damit, wie technische Systeme oder lebende Organismen funktionieren, wie sie Informationen aufnehmen, verarbeiten und weitergeben. Foersters Schwerpunkt war die „Kybernetik zweiter Ordnung“. Darunter verstand von Foerster die „Beobachtung des Beobachters“. „Ich will Verstehen verstehen“, sagte er.

Der vielseitig gebildete von Foerster studierte in Wien Physik, promovierte in Breslau und ging nach dem Krieg an die Universität von Illinois. Hier richtete er 1958 das „Biologische Computerlabor“ ein. Es wurde ein Zentrum für Ingenieure und Naturwissenschaftler, die sich mit Aufbau und Organisation von Denkprozessen beschäftigten. Die Kybernetik hat bei der Computerentwicklung eine Rolle gespielt, ist aber inzwischen eher in den Hintergrund getreten. wez

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