Gesundheit : Mehr als 500 Millionen Jahre alte Wurzeln in China gefunden

Ein neuer Fossilfund in China zeigt, dass Wirbeltiere schon im Erdzeitalter des Kambriums vor mehr als 500 Millionen Jahren lebten. Damit scheinen die Wurzeln dieser Gruppe, zu denen auch der Mensch gehört, älter zu sein als bisher angenommen. In 540 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten fand ein britisch-chinesisches Wissenscahftler-Team fossile Reste von zwei fischähnlichen Wirbeltieren. Die bislang bekannten Fossilien, die eindeutig von Wirbeltieren stammen, sind sämtlich jünger als 500 Millionen Jahre. Die Forscher um Simon Conway Morris von der Universität Cambridge stellen ihren Fund in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" (Band 402, Seite 42) vor.

Die Fossilien stammen aus der Chengjiang-Fauna in der chinesischen Provinz Yunnan und zeigen außergewöhnlich gut erhaltene Abdrücke von Weichteilen wie Muskulatur und Herz. Die erkennbaren Einzelheiten sowie Feinheiten des Kopfes und der Besitz eines Kiemenskeletts weisen die beiden zu unterschiedlichen Tierarten gehörenden Fossilien eindeutig als Wirbeltiere aus. Fossilfunde aus derart alten Ablagerungen konnten bisher nie zweifelsfrei als Überreste von Wirbeltieren identifiziert werden.

Dennoch bringen auch die neuen Funde die Paläontologen kaum voran. Zwar ist jetzt klar, dass schon im Kambrium Wirbeltiere lebten. Aber die soeben entdeckten Tiere lassen sich keiner der bisher bekannten Wirbeltier-Gruppen exakt zuordnen. Zu ihnen zählen unter anderen Fische, Kriechtiere, Vögel und Säuger. Damit bleibt die Frage nach dem Ursprung der Wirbeltiere weiterhin unbeantwortet.

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