Gesundheit : Menschenklon im Kaninchenei

Chinesen erzeugen Embryonen

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Chinesische Forscher haben Zellen von Kaninchen und Menschen verschmolzen und daraus embryonale Stammzellen gewonnen. Die Wissenschaftler um Sheng Huizhen von der Zweiten Medizinischen Universität in Schanghai pflanzten dazu menschliches Erbgut in entkernte Eizellen von Kaninchen, wie aus der Studie hervorgeht, die am Dienstag im chinesischen Fachmagazin „Cell Research“ veröffentlicht wurde.

Die Mischzellen entwickelten sich mehrere Tage bis zum KeimblasenStadium (Blastozyste) mit etwa 200 Zellen, woraus die Forscher embryonale Stammzellen entnahmen. Damit zeigen die chinesischen Wissenschaftler einen weiteren Weg auf, um embryonale Stammzellen zu Forschungszwecken zu gewinnen. Ähnliche, aber nicht so weit gehende Versuche in Kanton in Südchina hatten vor zwei Jahren heftige Kritik ausgelöst. Nach Angaben der Wissenschaftler in Schanghai sind die Experimente in Übereinstimmung mit den in China geltenden Vorschriften für Stammzellforschung erfolgt.

Die nach der Fusion gewonnenen Stammzellen seien menschlichen Stammzellen ähnlich. Das schließe auch die Fähigkeit ein, sich zu verschiedenen Gewebetypen zu entwickeln. Ganze Menschen können aus solchen Zellen aber nicht mehr entstehen.

Kritik an der Studie kam aus Deutschland. „Wir lehnen das sogenannte therapeutische Klonen ab“, sagte der Stammzellforscher Otmar Wiestler von der Universität Bonn dem Tagesspiegel. „Diese Technik wird beim Menschen niemals zum Einsatz kommen, weil geklonte Zellen nicht normal sind und Abstoßungsprobleme bestehen.“ Tsp

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