Gesundheit : Netzwerk für Jüdische Studien gegründet

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An der Universität Potsdam wird ein Netzwerk für jüdische Studien gebildet. Daran beteiligt sich auch das Abraham GeigerKolleg, Deutschland einzige Einrichtung der Rabbinerausbildung. Ihr Rektor, der Theologieprofessor und Rabbiner, Allan Howard Podet, betonte in einer Rede am Freitag, kaum etwas werde der Qualität des jüdischen Lebens in Deutschland stärker Vorschub leisten als die Etablierung des GeygerKollegs. Podet erinnerte daran, dass das liberale Judentum in Deutschland entstanden ist. Das Wiedererwachen des liberalen jüdischen Lebens hier sei menschlich sehr bewegend.

Das Geiger Kolleg hat seinen Lehrbetrieb erst in diesem Oktober aufgenommen und bildet derzeit vier Rabbiner aus. In einem Kooperationsvertrag verabredeten das Kolleg und die Universität Potsdam, dass die angehenden Rabbinerinnen und Rabbiner ihre wissenschaftliche Ausbildung am "Kollegium für jüdische Studien" der Universität erhalten sollen. Am Geiger Kolleg sollen sie ihre praktische seelsorgerische und gemeindenahe Ausbildung bekommen, kündigte Podet an. Ein Ausbildungsjahr findet in Israel statt. Der fünfjährige Studiengang orientiert sich am Vorbild des Leo-Baeck-College in London. Benannte wurde die Einrichtung in Potsdam nach dem jüdischen Theologen und Orientalisten Abraham Geiger, der 1872 in berlin die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums gründete.

An dem Netzwerk arbeiten fünf Institutionen mit, darunter das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und das Deutsche Kulturforum östliches Europa. Künftig wollen die Beteiligten Forschung und Lehre enger aufeinander abstimmen.

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