Gesundheit : Nobelpreis: Ganz oben auf der Halbleiter: Die Preisträger für Physik

Auf einen der diesjährigen Physik-Nobelpreisträger scheint die Auszeichnung keinen großen Eindruck zu machen. Herbert Kroemer jedenfalls reagierte wie jemand, der mitten in der Nacht erfährt, er habe sein Auto falsch geparkt und müsse es mal wegfahren. "Das Nobelpreiskomittee hat mich um 2 Uhr 30 aus dem Bett geholt", sagte er den Agenturen, offenbar immer noch ein wenig sauer.

Zhores Iwanowitsch Alferov hingegen zeigte sich überglücklich, er wolle das russische Unterhaus auffordern, mehr Geld für die Forschung bereit zu stellen. Von dem Anruf aus Stockholm sei er völlig überrascht gewesen und feiere den Nobelpreis zusammen mit seinen Kollegen, Studenten und Freunden.

Alferov wurde am 15. März in Vitebsk, Weißrussland, geboren. 1952 graduierte er am Elektrotechnischen Institut in Leningrad, dann ging er an das Ioffe-Institut. 1970 wurde Alferov in Physik und Mathematik promoviert. Schon 1970 ging er für ein halbes Jahr als Austauschwissenschaftler an die Uni Illinois.

Der Träger des Lenin-Preises (1972) und des sowjetischen Staatspreises (1984) ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Politisch vertrat er ab 1995 die gemäßigt-reformorientierte Partei "Unser Haus Russland" im Parlament, heute gehört er der kommunistischen Fraktion in der Staatsduma an.

Jack Kilby, 1923 in Jefferson City (Missouri) geboren, machte seinen Bachelor und Master of Science an den Universitäten von Illinois und Wisconsin. 1947 begann er seine Karriere im Zentrallabor der Globe Union Inc. in Milwaukee. 1958 ging er zu Texas Instruments, wo er 1958 den ersten Integrierten Schaltkreis entwickelte, der aktive (Transistoren) und passive (Widerstände, Kondensatoren) Bauelemente in einem Teil vereinigte. Später forschte Kilby auch an der Fortentwicklung der Fotovoltaik. Der Vater dreier Kinder hält mehr als 60 Patente auf seine Erfindungen.

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