Gesundheit : Nobelpreis: Nobelpreis für Deutschstämmige - Wo ist die Heimat der Wissenschaft?

wez

Deutsche Forscher sind erfolgreich - in Amerika. 1998 war es der Physiker Horst Störmer, 1999 der Mediziner Günter Blobel und in diesem Jahr ist es der theoretische Physiker Herbert Kroemer, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird. Man braucht deshalb nicht die Litanei anzustimmen, dass hierzulande die Forschung zuwenig gefördert werde und deshalb Spitzenkräfte lieber in die USA gehen würden. Obwohl daran sicher etwas Wahres ist. Aber auch bei uns gibt es hervorragende Wissenschaftler - sogar welche aus dem Ausland (wenn sie nicht aus Angst vor Fremdenfeindlichkeit zuhause bleiben). Trotzdem ist zur Kenntnis zu nehmen, dass die USA zu "dem" Tummelplatz hervorragender Köpfe aus aller Welt geworden sind. Amerika ist unangefochten die Wissenschaftsnation Nummer eins - siehe Nobelpreise. Den Spitzenplatz haben sich die USA allerdings hart erkämpft. Das Land investiert pro Kopf am meisten in seine Wissenschaft, jedes Jahr fließen so rund eine halbe Billionen Mark in die Forschungsförderung. Da kann und wird Deutschland niemals mithalten. Aber es muss an einigen Defiziten arbeiten. So ist es bedauerlich, dass die Naturwissenschaften nicht den ihnen gebührenden Platz in der öffentlichen Wahrnehmung haben. Forschung gilt nicht als kulturelle und intellektuelle Leistung, sondern als langweilig oder suspekt, auf jeden Fall aber als zu anstrengend. Das beste Indiz dafür ist, dass Fächer wie Physik und Chemie große Nachwuchssorgen haben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben