Gesundheit : „Nur drei Spitzenunis bezahlbar“ DFG-Chef Winnacker kritisiert Föderalismus

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Ernst-Ludwig Winnacker, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ist der Auffassung, dass Deutschland nur zwei bis drei Hochschulen finanzieren kann, die weltweit in der Spitzengruppe mitspielen: „International sichtbare Forschungsuniversitäten können wir uns vielleicht zwei oder drei leisten“, sagte Winnacker dem „Handelsblatt“. Im Elitewettbewerb der deutschen Universitäten, in dem am Freitag die erste von zwei Runden entschieden wird, sollen insgesamt bis zu zehn Spitzenuniversitäten gekürt werden. Wie viele in der ersten Runde das Ziel erreichen, steht noch nicht fest. Winnacker sagte: „Jeder ahnt – auch ich weiß es nicht –, dass es gut möglich ist, dass bei der ersten Runde der Exzellenzinitiative nur süddeutsche Universitäten übrig bleiben – trotzdem würde das einen gewissen Aufschrei provozieren.“

Ein vernünftiger innerdeutscher Wettbewerb in der Forschung sei erst möglich, wenn die Länder zu etwa sechs gleich starken Einheiten zusammengeschlossen würden. Dies könne „möglicherweise auch unterhalb der Ebene des Grundgesetzes“ geschehen, sagte Winnacker. „Es ist wie beim Golf: Sie können nicht jemanden wie mich, der noch nie einen Golfschläger in der Hand hatte, gegen Tiger Woods antreten lassen.“

Der Föderalismus stehe der Modernisierung der Hochschullandschaft im Weg. Das werde bislang jedoch akzeptiert. „Die Frage ist aber, ob es politisch vorstellbar ist, eine weniger renommierte Universität in einem kleineren Bundesland zu schließen oder in eine Fachhochschule umzuwandeln. Das wage ich gar nicht zu denken – obwohl es eigentlich nötig wäre“, sagte Winnacker akü

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