Gesundheit : Perspektive für Humboldts Juniorprofs

Exzellenter Nachwuchs: Der Tenure Track kommt

Uwe Schlicht

Die Humboldt-Universität (HU) war Vorreiter bei der flächendeckenden Einführung der Juniorprofessuren. Nach amerikanischem Vorbild möchte die Universität jetzt den besten ihrer derzeit 59 Juniorprofessoren den Tenure Track, die Aussicht auf Lebenszeitprofessuren, eröffnen, bevor die fünfjährige Qualifikationszeit beendet ist.

Vor allem jene Nachwuchswissenschaftler, die an eine andere Universität berufen werden könnten, möchte die HU an sich binden, sagte jetzt der für die Forschung zuständige Vizepräsident, Hans Jürgen Prömel, im Akademischen Senat. Deswegen sollte ihnen bereits vorzeitig die Aussicht geboten werden, auf eine Lebenszeitprofessur nach den Besoldungsgruppen W2/W3 berufen zu werden. Wenn eine solche Stelle noch nicht frei ist, aber innerhalb von fünf Jahren frei wird, könne die Berufung dennoch ausgesprochen werden. Die Kosten dafür müsse in der Regel die Fakultät tragen. Etwa 40 Prozent der Juniorprofessoren kämen für den Tenure Track in Frage, sagte Prömel.

Mit diesem Verfahren wolle die Humboldt-Universität jedoch nicht einer Hausberufung Tür und Tor öffnen, hieß es. Hausberufungen sind verpönt, wenn ein Wissenschaftler an derselben Universität studiert hat, promoviert wurde, eine Assistentenstelle einnahm und dann zum Professor berufen wurde. Deshalb soll ein Juniorprofessor nach der Promotion entweder von einer anderen Universität an die Humboldt-Universität berufen worden sein oder einen Teil seiner Juniorprofessur an einer anderen Universität verbracht haben, bevor er berufen werden darf.

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