Gesundheit : Terrorismus-Debatte: Biologe: Religion mitschuldig

In einer Polemik hat der britische Biologe Richard Dawkins der Religion eine Teilschuld für die Attentate in Amerika zugeschrieben. "Religion in die Welt bringen, das ist, als würde man die Straßen mit geladenen Pistolen verschmutzen", schreibt der Professor aus Oxford in der britischen Zeitung "The Guardian". Bekannt wurde Dawkins durch sein Buch "Das egoistische Gen". In seinem Essay vertritt er die Meinung, die Religion sei es, die die Attentäter veranlasst habe, ihre Selbstmordaktion durchzuführen: "Biete ihnen eine Überholspur zur großen Oase im Himmel, gekühlt von immerwährenden Springbrunnen ... Sage ihnen, dass es eine Märtyrerbelohnung gibt, die aus 72 Jungfrauen besteht, garantiert willig und exklusiv." Bei solchen Aussichten, meint Dawkins, würden Menschen bereit sein, ihr irdisches Leben für ein ewiges Dasein im Himmel zu tauschen. "Religion lehrt den gefährlichen Unsinn, dass der Tod nicht das Ende ist." Umgekehrt würde die Einsicht in die Endlichkeit dazu führen, das Leben als wertvoll anzusehen. Folglich würde man das Risiko, das Leben aufs Spiel zu setzen, nicht eingehen. "Das macht die Welt zu einem sichereren Ort, genauso wie ein Flugzeug sicherer ist, wenn der Entführer am Leben bleiben will."

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