Gesundheit : Tumore: Neue Behandlung bei Wucherung in Gebärmutter

Ein Drittel aller Frauen in Europa leidet an gutartigen Tumoren der Gebärmutter. Diese Myome können je nach Größe und Lage unbemerkt bleiben, aber auch schmerzhaft sein, heftige Blutungen auslösen und Ursache für Unfruchtbarkeit sein. Bislang wurden Myome aus der Gebärmutter herausoperiert. Das Berliner Universitätsklinikum Charité wendet nun ein neues Verfahren an, in der durch "Embolisation" die Blut zuführenden Gefäße zum Myom blockiert werden. Mit der neuen Behandlung wird durch Einspritzen von Kunststoff-Kügelchen die Blutzufuhr zum Myom unterbrochen. Die Wucherung wird nicht mehr ernährt und schrumpft innerhalb von Wochen bis Monaten zusammen. Blutungen und Schmerzen hören auf, das Myom wächst anders als nach Operationen nicht nach. Der Eingriff wird bei örtlicher Betäubung durchgeführt. Der bei diesem Verfahren verwendete Kunststoff wird seit Jahren als verträgliches Material in der Chirurgie eingesetzt.

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