Gesundheit : Umwelt und Energie: Klimagefahren auch für uns

gih

Von Mitte des 18. Jahrhunderts an bis heute hat sich die Konzentration des Klimagases CO2 in der Atmosphäre um fast ein Drittel erhöht, im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts stieg die Durchschnittstemperatur weltweit um 0,6 Grad Celsius. Wie viele Zehntel Grad nun vom Menschen verursacht worden sind und wie viele etwa auf einer erhöhten Sonnenaktivität beruhen, ist noch nicht präzise erfasst. Das ist aber auch unerheblich, denn jedes bisschen mehr dürfte schaden.

Seit den 60er Jahren habe sich die Zahl der Wetterkatastrophen fast vervierfacht, sagen Klimaforscher, und auch große Versicherer haben angefangen zu rechnen. Die Gegner der Theorie, dies sei der globalen Erwärmung zuzuschreiben, halten dagegen: Die Wetterbeobachtung sei in den Jahrzehnten ständig besser geworden, außerdem fänden solche Ereignisse heute mehr Beachtung, weil die Menschen sich auch in (immer schon) gefährdeten Gebieten ausgebreitet haben. Die Weltbevölkerung hat sich in den knapp vier Jahrzehnten schließlich auf jetzt gut sechs Milliarden fast verdoppelt (2,5 Milliarden waren es im Jahr 1950).

Aber auch dieser Streit ist unerheblich, wenn man an die wachsende Häufigkeit von interkontinentalen Wetterphänomenen denkt, etwa an "El Niño", unter dessen Einfluss die üblichen Wetterbedingungen in Asien und Südamerika jeweils über Monate hinweg durcheinander gebracht werden. Und dass ihre Zahl deutlich zunimmt, kann man zum Beispiel aus den Wachstumsablagerungen Jahrhunderte alter Korallen ermessen.

Die Gefahr umwälzender Wetteränderungen bleibt nicht auf den Südatlantik beschränkt, in ernstzunehmenden Forschungen wird sogar das Versiegen des Golfstroms nicht mehr ausgeschlossen. Und das hätte für Mittel- und Nordeuropa verheerende Konsequenzen.

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