Gesundheit : Verhütung per Hormon

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Hauptwirkprinzip des seit mehr als 40 Jahren verfügbaren Klassikers ist die Verhinderung des Eisprungs (Ovulationshemmung). Die in der Pille enthaltenen Hormone gaukeln dem Körper eine Schwangerschaft vor. Die Hirnanhangdrüse bildet das Hormon Gonadotropin nicht, das den Eisprung bewirkt.

Kombinationspräparate enthalten Östrogen und Gestagen in gleicher Dosis vom ersten bis zum letzten Einnahmetag. Stufen oder Sequenzpräparate enthalten in der ersten Phase nur Östrogen. Als Mikropille werden Präparate bezeichnet, die weniger als 50 Mikrogramm Östrogen enthalten.

Der hormonhaltige Vaginalring („Nuvaring“), der für die ersten drei Wochen des Zyklus in der Scheide bleibt und die Hormonpflaster sind von der Zusammensetzung der Wirkstoffe her ebenfalls Mikro-„Pillen“.

Die Minipille enthält dagegen nur Gestagen. Sie hemmt meist nicht zuverlässig den Eisprung. Das Gestagen verhindert die Verflüssigung des Schleims im Gebärmutterhals zur Zeit des Eisprungs . Die Samenfäden können nicht eindringen. Zudem verändert Gestagen auch die Schleimhaut in der Gebärmutter selbst und verhindert damit die Einnistung eines befruchteten Eis. Weil sie kein Östrogen enthält, kann die Minipille auch während der Stillzeit eingenommen werden, ohne die Milch versiegen zu lassen.

Die Hormonspirale, ein Intra-Uterin-Pessar, gibt winzige Mengen Gestagen ab. Ebenso wirkt ein Kunststoff-Stäbchen („Implanon“), das in den Oberarm eingepflanzt wird.

Auch die Drei-Monats-Spritze enthält nur Gestagen, allerdings wird hier im Körper selbst ein Depot angelegt.

Die „Pille danach“ ist für den Notfall gedacht, enthält ein Östrogen-Gestagen-Gemisch und wirkt zwischen Empfängnis und Einnistung. aml

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