Verhütungsmittel : Hormone gaukeln Schwangerschaft vor

Von der Pille über Hormonpflaster bis zur Drei-Monats-Spritze stehen dem Mädchen/der Frau zahlreiche Verhütungsmittel zur Verfügung. Eine Übersicht.

Alix Marie Landgrebe
Verhütungsmittel
Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Verhütungsmittel. 1961 kam die erste Antibabypille auf den deutschen Markt. -Foto: ddp

Die Pille ist seit mehr als 40 Jahren verfügbar; Prinzip ist die Verhinderung des Eisprungs. Die in der Pille enthaltenen Hormone gaukeln eine Schwangerschaft vor, die Hirnanhangdrüse bildet das Hormon Gonadotropin nicht, das den Eisprung bewirkt. Kombinationspräparate enthalten Östrogen und Gestagen in gleicher Dosierung vom ersten bis zum letzten Einnahmetag. Stufen- oder Sequenzpräparate enthalten in der ersten Phase nur Östrogen.

Als „Mikropille werden Präparate bezeichnet, die weniger als 50 Mikrogramm Östrogen enthalten. Beim neuen hormonhaltigen Vaginalring (Nuvaring), der für die ersten drei Wochen des Zyklus in der Scheide bleibt, und beim Hormonpflaster sind die Wirkstoffe wie bei den Mikropillen zusammengesetzt.

Die „Minipille“ enthält dagegen nur Gestagen. Sie hemmt meist nicht zuverlässig den Eisprung. Das Gestagen verhindert die Verflüssigung des Schleims im Gebärmutterhals zur Zeit des Eisprungs. Die Samenfäden können nicht eindringen. Zudem verändert Gestagen auch die Schleimhaut in der Gebärmutter selbst und verhindert so, dass sich ein befruchtetes Ei einnistet. Die Minipille muss sehr pünktlich eingenommen werden. Weil sie kein Östrogen enthält, kann die Minipille auch während der Stillzeit eingenommen werden, ohne die Milch versiegen zu lassen.

Die Hormonspirale, ein Intra-Uterin-Pessar, gibt winzige Mengen Gestagen ab. Ebenso wirkt das Kunststoff-Stäbchen (Implanon), das in den Oberarm eingepflanzt wird.

Auch die Drei-Monats-Spritze enthält nur Gestagen, allerdings wird hier im Körper selbst ein Depot angelegt.

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