Gesundheit : Verschneite Berge auf Saturnmond

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In vielerlei Hinsicht ähnelt der Saturnmond Titan der Erde. Das belegen neue Aufnahmen der Sonde „Cassini“. Auf den Bildern ist eine 150 Kilometer lange und bis zu 1,5 Kilometer hohe Bergkette zu erkennen, deren Gipfel eine Mütze aus organischem Schnee tragen.

Auf dem frostigen Titan übernimmt Wasser die Rolle irdischen Gesteins, während das Pendant zum Wasserkreislauf der Erde mit Methan und anderen Kohlenwasserstoffen funktioniert. Diese Verhältnisse spiegeln sich auch in der Bergkette wieder, erläutert Larry Soderblom von der Amerikanischen Geologiebehörde USGS. „Bestehend aus eisigem Material, sind diese Berge wahrscheinlich hart wie Fels und von verschiedenen Lagen organischen Materials bedeckt.“

Das Spektrometer VIMS (Visual and Infrared Mapping Spectrometer) an Bord von Cassini hatte die Bilder bereits am 25. Oktober aufgenommen. Mit einer Auflösung von etwa 400 Metern zeigen sie neben der höchsten, bislang auf dem Titan beobachteten Bergkette zwei weitere Ketten sowie Dünenfelder und eine fächerförmige Materialablagerung nahe eines Berges, den die Forscher für einen Vulkan halten.

Die Gebirgsregion war ihnen schon früher aufgrund sichtbarer Bewölkung aufgefallen. „Diese Wolken bestehen möglicherweise aus Methantröpfchen, die sich bilden, wenn die Titanluft vom Wind über die Berge gedrückt wird und sich beim Aufsteigen abkühlt“, so Donald Brown von der Universität Arizona, der das VIMS-Team leitet. jmk

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