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Gesundheit : Warum hechelt der Hund?

07.06.2006 00:00 UhrVon Thomas de Padova

Schwitzen ist eine effektive Methode, überschüssige Wärme abzugeben. Die produziert unser Körper ständig. Die verträglichen 37 Grad Celsius wären schnell überschritten, besäßen wir nicht ein ausgedehntes Kühlsystem.

Es besteht aus Millionen auf der Haut verteilten Schweißdrüsen. Sie sondern eine salzige Flüssigkeit ab. Wenn die Flüssigkeit verdunstet, verlassen Wassermoleküle die Oberfläche und nehmen Energie mit: der Körper kühlt ab. Durch das Schwitzen schützt er sich vor Überhitzung. Fußballer können mehr als zwei Liter Schweiß verlieren, Marathonläufer vier bis fünf. In der Pause oder während des Laufs versuchen sie, den Verlust durch Trinken auszugleichen.

Hunde haben fast keine Schweißdrüsen. Sie geben lediglich über ein paar Schweißdrüsen unter ihren Pfoten Feuchtigkeit und mit ihr Duftstoffe ab, mit denen sie ihren Artgenossen mitteilen: „Hier bin ich lang gelaufen.“

Trotzdem kühlen auch sie ihren Körper über die Verdunstung von Wasser. Dazu dient ihnen nicht die gesamte Hautoberfläche, sondern nur das Maul. Sie lassen ihre lange Zunge heraushängen und beginnen zu hecheln, wobei ihre Schleimhäute bis hinunter zur Luftröhre und zur Lunge Feuchtigkeit abgeben. Die Atemfrequenz steigt stark an: von 30 bis 60 Zügen pro Minute auf bis zu 300 Züge. So können Luftfeuchtigkeit und Wärme immer wieder abtransportiert werden.

Auch bei Hunden gilt: Die Großen und Dicken schwitzen mehr. Ein Bernhardiner sabbert ständig, sein Fettpolster lässt wenig Wärme raus. Er gehört eigentlich in die Berge. Gerade für solche Hunde kann es im Sommer zu heiß werden. An schwülen Tagen verhindert hohe Luftfeuchtigkeit eine gute Verdunstung. Bei Autofahrten kommt es immer wieder zu Todesfällen, wenn der Hund zu lange im parkenden Auto alleine gelassen wird.

„Der Hund hechelt aber nicht nur zur Thermoregulation, sondern auch bei Aufregung und Stress“, sagt Franziska Kuhne vom Institut für Tierschutz und Tierverhalten der Freien Universität Berlin. Das Hecheln ist im Tierreich weit verbreitet. Auch Vögel schwitzen nicht und atmen bei Hitze mit offenem Mund.

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