Gesundheit : Wie gefährlich ist „Genfood“?

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Nein, darauf gibt es keine Hinweise. Gentechnisch veränderte Pflanzen müssen vor der Zulassung auf ihre Bekömmlichkeit getestet werden.

Ist „Genfood“ gesund?

Gentechnisch veränderter Mais ist nach heutigem Kenntnisstand so gesund - oder ungesund – wie herkömmlicher Mais. Neue Entwicklungen in der grünen Gentechnik sollen allerdings nicht nur Masse, sondern auch Klasse bringen. Das bekannteste Beispiel ist der „goldene“ Reis, der viel Vitamin A enthält und in Mangelgebieten vor Erblindung schützen soll. Andere Pflanzen sollen zum Beispiel besonders viel gesunde Fette enthalten.

Welche Folgen hat die grüne Gentechnik für die Umwelt?

Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen sind nicht von sich aus bereits umweltschädlich. Ob die Biotechnik Vor- oder Nachteile für die Umwelt hat, kann deshalb nicht pauschal beantwortet werden. Sie muss von Fall zu Fall geprüft und entschieden werden, genauso wie bei neuen Sorten in der konventionellen Landwirtschaft. Unter bestimmten Bedingungen kann es zum Austausch von Erbanlagen mit anderen Pflanzen kommen. Dieser „Genfluss“ ist natürlich und kein reines Biotechnik-Phänomen. Es gibt Pläne, mit der Gentechnik Pflanzen gegen Trockenheit und versalzene oder karge Böden zu wappnen. Damit könnte man die Erosion und den Raubbau in einigen Regionen bremsen, hoffen Forscher.

Was muss künftig wie gekennzeichnet werden?

Nach der neuen Verordnung muss in der EU Gentechnik fast lückenlos gekennzeichnet werden. Zum Beispiel alle Lebensmittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder aus ihnen hergestellt wurden – selbst dann, wenn sie keine Gene oder Genprodukte (Proteine) enthalten wie Zucker und Öl. Nicht gekennzeichnet werden müssen Produkte, die nicht aus, sondern mit Hilfe der Gentechnik hergestellt wurden – also etwa Tiere, die gentechnisch veränderte Futtermittel erhalten haben.

Hilft Gentechnik gegen den Welthunger?

Kritiker sagen: Die Welt müsste nicht hungern, wenn Lebensmittel gerecht verteilt würden. Anhänger der Gentechnik verweisen dagegen auf das Vorbild der „grünen Revolution“: In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gelang es mit Hilfe neuer Pflanzensorten, die Erträge drastisch zu steigern. Dadurch wurde die Ernährung weitgehend gesichert. wez

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