Gesundheit : Wissenschaftssommer: Mitten ins Leben blicken

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Wenn im Jahr 2001 ein Film namens 2001 aus dem Jahr 1968 gezeigt wird, dann denkt sich jemand etwas dabei. Kubricks Streifen, in guter alter Handarbeit gedreht und noch nicht am Computer animiert, ist mit anderen Filmen aus der Rubrik Science (nicht immer mit Fiction verbunden) Teil des Wissenschaftssommers vom 12. bis 17. September. Diese Veranstaltungsreihe soll die Wissenschaft auch den nicht Vorgebildeten nahebringen - deshalb eben auch manche Schlenker ins Populäre.

In diesem Jahr der Lebenswissenschaften gibt es daher Ausstellungen an verschiedenen Orten unter dem Motto "Bilder des Lebens". Da geht es um Einblicke in die kleinsten Strukturen des Lebens: So wird im Max-Delbrück-Centrum das Werkzeug des Lebenswissenschaftlers vorgestellt - das Mikroskop. Und damit ist nicht nur das Mikroskop im klassischen Sinne gemeint, sondern auch Hilfsmittel zur Erkennung winziger Materialstrukturen, etwa der Elektronen-Beschleuniger Bessy II in Adlershof. Mit dieser "Röntgenlampe" werden unter anderem Eiweiß-Strukturen untersucht.

Am 15. September findet sogar eine lange Nacht der Wissenschaft statt, die keine Konkurrenzveranstaltung zur langen Nacht der Museen darstellen soll. Im Gegenteil, der Museumspädagogische Dienst ist der Veranstalter. Dessen Leiter, Jochen Boberg, freute sich darüber, dass Universitäten, ihre wissenschaftlichen Institute sowie forschende Organisationen ihre Tore öffnen. Schließlich seien das Orte, die im Gegensatz zu Museen nicht öffentlich sind und sich sonst eher im Verborgenen hielten.

Aber es werden auch die Schattenseiten der Wissenschaft betrachtet, so befasst sich zum Beispiel in der Urania eine Ausstellung mit der bereits Jahrhunderte alten biologischen Kriegsführung. Detlev Ganten, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, sagte, vom angestrebten Dialog mit Kunst und Öffentlichkeit könne auch die Wissenschaft profitieren. So erwarte er gerade zum Thema Gentechnik kontroverse Diskussionen.

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