Gesundheit : Zeppeline sollen Satelliten ergänzen und Funkmasten ersetzen

Riesige Zeppeline sollen in einigen Jahren Telekommunikations-Satelliten ergänzen und Funkmasten auf der Erde ersetzen. Zur Entwicklung der 20 Kilometer über der Erde fliegenden Plattformen erhielten am Dienstag in Hamburg vier Forscher den höchstdotierten deutschen Wissenschafts-Preis, den Körber-Preis für Europäische Wissenschaft. Koordiniert wird das Projekt Bernd Kröplin von der Universität Stuttgart. Zu dem Team gehört zudem der Luft- und Raumfahrttechniker Michael Rehmet vom Friedrichshafener Unternehmen Dornier Luftfahrt, der sich mit dem Antrieb beschäftigt. Der aus Schweden stammende Unternehmer Per Lindstrand ist für die Fertigung zuständig, der britische Wissenschaftler John Adrian Pyle von der Universität Cambridge für Fragen der Messtechnik.

Die geplanten Plattformen bestehen aus Funkstationen an Bord riesiger Propeller- und solargetriebener Luftschiffe. Einsatzmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler vor allem bei der Rundfunk und Mobilfunkversorgung wenig besiedelter Gebiete. Die Kosten für solche Luftschiffe betragen nach Schätzung der US-Raumfahrtbehörde Nasa nur ein Zehntel der Kosten eines Satelliten.

Bei der Preisverleihung in der Hamburger Handelskammer unterstrichen der Soziologe Lord Ralf Dahrendorf und der Hamburger Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) die Bedeutung der finanziellen Förderung zukunftsträchtiger Forschungsprojekte. Nur dadurch habe Europa die Kraft, "den Innovationskräften in anderen Regionen der Erde etwas Starkes entgegen zu setzen", sagte Runde. Mit dem Körber-Preis wird seit 1985 die Zusammenarbeit von Forschern in Europa unterstützt, die an anwendungsorientierten Projekten arbeiten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben