Google Doodle: Entdecker der Blutgruppen : Blutsbruder Karl Landsteiner

Mit seiner Entdeckung rettete Karl Landsteiner bis heute Millionen Menschenleben. Das Google Doodle ehrt den Medizinforscher, der 1901 das AB0-System der Blutgruppen entwickelte.

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Karl Landsteiner wäre heute 148 Jahre alt geworden. Google ehrt den Entdecker der Blutgruppen mit einem Doodle.
Karl Landsteiner wäre heute 148 Jahre alt geworden. Google ehrt den Entdecker der Blutgruppen mit einem Doodle.Foto: Screenshot Google


Karl Landsteiner war ein Forscher aus Leidenschaft und das kommt der Menschheit noch heute zugute. Mit der Entdeckung von Blutgruppen rettet der geborene Österreicher noch heute viele Menschenleben. Google ehrt den Nobelpreisträger deshalb zu seinem 148. Geburtstag mit einem Google Doodle.

Das AB0-System - eine Revolution in der Medizin

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte der Mediziner, dass das Blut von mehreren Menschen bei Kontakt verklumpt und fand heraus, dass es unterschiedliche Blutgruppen gibt. Er entwickelte das AB0-System, das wohl jeder im Biologieunterricht kennengelernt hat: Welche Blutgruppe kann mit welcher? Und welche Gruppen verklumpen bei Kontakt?

Genau das hat Karl Landsteiner 1901 herausgefunden. Er teilte das Blut in die drei Gruppen A, B und 0 ein. Später entdeckten seine Mitarbeiter zudem die seltene Gruppe AB. Aber noch wichtiger, er entdeckte, dass bestimmte Blutgruppen nicht verklumpen. Ein wichtiger Schritt für die Bluttransfusion und ein überlebenswichtiger für viele Menschen. Denn eine unbedingte Voraussetzung für die Transfusion ist, dass die Blutgruppen kompatibel sind. Der Bedarf an Blutkonserven mit der Gruppe 0 (mit Rhesusfaktor negativ) ist besonders hoch, da diese sich mit allen anderen Gruppen verträgt.

Landsteiner, die Medizin-Koryphäe

Der Nobelpreisträger war in ziemlich vielen Dingen erster. Klassenbester im Bereich Medizin. Er klassifizierte nicht nur als erster die Blutgruppen, er stellte zudem fest, dass Blutgruppen nach den Mendelschen Regeln vererbt werden, entdeckte die Pneumokokken (Erreger der Lungenentzündung), fand heraus, dass Kinderlähmung eine Infektionskrankheit ist, entdeckte 1940 den Rhesusfaktor und er war der erste, der Versuche an Affen durchführte. Nicht umsonst wurde Karl Landsteiner 1930 mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie ausgezeichnet. (Er bekam außerdem zu seinem 100. Geburtstag eine eigene Briefmarke von der Österreichischen Post und war auf dem 1000-Schilling-Schein abgebildet. Auch der Mondkrater Landsteiner wurde nach ihm benannt.)

Heute ist „Weltblutspendetag“

Seit 2004 wird anlässlich Landsteiners Geburtstages der „Weltblutspendetag“ veranstaltet, der an die Notwendigkeit der Blutspende erinnern soll und Freiwillige zur Spende bewegen möchte. Das AB0-System von Landsteiner allein reicht nicht, um Leben zu retten: Vor allem die Spende ist wichtig. Wo kann man Blut spenden? Hier finden Sie Adressen von Blutspendediensten in ganz Deutschland.

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