Welt : Großbritannien: Furcht vor weiteren Überschwemmungen

In den britischen Überschwemmungsgebieten fürchten die Menschen nach weiteren heftigen Regenfällen eine neue Hochwasserwelle. Die Wasserstände gingen in den meisten Flüssen am Sonnabend zwar leicht zurück. Doch warnten die Meteorologen vor neuen Regenfällen in der Nacht zum Sonntag. Die Lage sei deswegen besonders kritisch, weil nach den wochenlangen Regenfällen der Boden mit Wasser gesättigt sei, teilte die britische Umweltbehörde mit. Dagegen entspannte sich die Situation in den Unwettergebieten auf der iberischen Halbinsel. Die Behörden hoben in Spanien und Portugal die Unwetterwarnungen auf.

In Großbritannien hatten die Experten Sonnabend offizielle Flutwarnungen für 120 Flüsse in England und Wales herausgegeben. Ein Behörden-Sprecher sagte, die Hausbesitzer in den überschwemmten Gebieten müssten damit rechnen, dass sich die Lage "bis zum Frühjahr nicht wesentlich verbessert". Nach Angaben der Meteorologen waren vor allem Südwestschottland, Nordwestengland und Teile von Wales von heftigen Regenfällen betroffen. Vier Menschen starben bei Autounfällen, die auf die Unwetter zurückgeführt wurden.

Den Regenfällen waren am Freitag schwere Stürme vorausgegangen, die unter anderem auch im Fährbetrieb über den Ärmelkanal und in der irischen See für Verspätungen sorgten.

Nach den Unwettern, die in Spanien und Portugal insgesamt neun Menschen das Leben gekostet hatten, normalisierte sich die Lage in beiden Ländern am Sonnabend wieder weitgehend. Im Norden Portugals waren Tausende von Menschen noch ohne Strom. Am Freitag waren vier ältere Einwohner eines Dorfes getötet worden, das von einer Schlammlawine zerstört wurde. Zeitweise waren bis zu zwei Millionen Portugiesen ohne Elektrizität gewesen.

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