"Ich bin der Zug" : Twitternder Lokführer amüsiert das Netz

140 Zeichen aus dem Führerstand: Eigentlich wollte Thomas Döhler seine Twitter-Follower nur über eine kaputte Oberleitung informieren. Doch daraus entstand ein kurioser Dialog mit der Deutschen Bahn. Jetzt lacht das Netz.

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"Ich bin der Zug": Eine kurioser Twitter-Dialog zwischen einem Lokführer und der Bahn begeistert das Netz.
"Ich bin der Zug": Eine kurioser Twitter-Dialog zwischen einem Lokführer und der Bahn begeistert das Netz.Foto: dpa

Es klang zunächst wie die Mitteilung eines Fahrgastes: „EIL in Halle(Saale) ist eben die Oberleitung runtergekommen“, schrieb ein gewisser Thomas Döhler am Donnerstagmorgen bei Twitter. Die Bahn reagierte prompt, bemühte sich um guten Service am Kunden. Über den Twitter-Account des Unternehmens bot man dem Mann Infos zum Zug und zur weiteren Verbindung. Was der Bahn-Mitarbeiter offenbar nicht wusste: Thomas Döhler saß selbst im Führerstand des besagten Zuges – er ist der Lokführer. Seine lakonische Antwort: „Ich bin der Zug“.

Wie eine Bahn-Sprecherin dem Tagesspiegel bestätigte, bestand die Oberleitungsstörung am Donnerstagmorgen zwischen 7.40 Uhr und 8.04 Uhr. Grund sei eine defekter Kabelverschluss in einem Mastschalter gewesen. Bei Twitter und kurz darauf auch bei Facebook hat sich der amüsante, kleine Dialog zwischen Döhler und der Bahn im Laufe des Tages rasant verbreitet. Von den vielen Reaktionen sei er „total überrumpelt“ gewesen, zitiert die „Stuttgarter Zeitung“ den twitternden Lokführer.

Der 30-Jährige lenkt beruflich die Züge einer Privatbahn, berichtet das Blatt, üblicherweise zwischen Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Die Zahl seiner Twitter-Follower sei am Donnerstag in die Höhe geschossen. Und die hielt Döhler auch gleich über die Lösung des Problems auf dem Laufenden: Er spannte seinen Zug kurzerhand auf eine Diesellok um. An das Team der Deutschen Bahn versendete er die beruhigende Botschaft: „Die Züge rollen wieder.“

"Ich bin der Zug"
"Ich bin der Zug"Foto: Screenhsot/Twitter

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