Ikone der 68er-Generation : Sängerin Joni Mitchell auf Intensivstation

Ihren 70. Geburtstag feierte Folk-Sängerin Joni Mitchell noch mit Gastauftritten vieler Stars zu ihren Ehren. Jetzt kämpft die Ikone der 68er-Generation mit ernsten Gesundheitsproblemen.

Die kanadische Sängerin Joni Mitchell im Jahre 2000 in New York.
Die kanadische Sängerin Joni Mitchell im Jahre 2000 in New York.Foto: dpa

Die kanadische Sängerin Joni Mitchell (71, „Big Yellow Taxi“) wird in einem Krankenhaus in Los Angeles auf der Intensivstation behandelt. Wie aus einer Mitteilung auf der Website der Künstlerin hervorgeht, wurde sie am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Hause bewusstlos gefunden. „Sie kam im Krankenwagen wieder zu Bewusstsein“, hieß es weiter. „Auf der Intensivstation würden verschiedene Tests mit ihr gemacht.“ Sie sei wach und guter Dinge.

Die 71-Jährige hatte unter anderem mit dem „Billboard“-Musikmagazin im Dezember über schwere gesundheitliche Probleme gesprochen. Sie leide seit längerem an einer besonderen Form von Hautkrankheit, die sie auch daran hindere zu singen, aufzutreten oder Musik aufzunehmen.

Die Rede war von einem vermutlich psychosomatischen Leiden („Morgellons“), an anderer Stelle hatte sie früher auch von einer Krankheit des Nervensystems gesprochen. „Ich habe ein erfülltes Leben gehabt“, betonte Mitchell in dem „Billboard“-Interview. „Ich vermisse nicht wirklich etwas.“ Mitchell war spätestens in den 70er Jahren eine der einflussreichsten Singer-Songwriterinnen, unter anderem schrieb sie mit dem Song „Woodstock“ für Crosby, Stills, Nash & Young die Hymne auf das legendäre Festival der Hippie-Bewegung. 2007 war sie im Studio gewesen, Herbie Hancock hatte sie dazu überredet.

Mit Stars wie Tina Turner, Norah Jones und Leonard Cohen hatte Hancock ein Album zu ihren Ehren produziert: „River: The Joni Letters“. Mitchell selbst brachte ein Album mit dem Titel „Shine“ heraus. Im Laufe ihrer Karriere hat die 71-Jährige mehrere Grammys gewonnen und wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. (dpa)

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