Indien : Menschenmenge lyncht indischen Eisverkäufer

In Indien hat eine aufgebrachte Menschenmenge einen Eisverkäufer totgeprügelt, der ein kleines Mädchen vergewaltigt haben soll. Rund tausend Einwohner der Stadt Noida sollen auf den 40-jährigen Mann losgegangen sein.

Neu Delhi - Die Menschenmasse in der Stadt Noida, die in der Nähe der Hauptstadt Neu Delhi liegt, habe eine Viertelstunde lang auf den Eisverkäufer eingeschlagen, bevor die Polizei ihm zu Hilfe gekommen sei, berichtete "The Hindustan Times". Die Polizei kam allerdings zu spät, der Mann starb kurz darauf im Krankenhaus.

Arjun Singh war in den Verdacht geraten, eine Fünfjährige vergewaltigt zu haben, nachdem das Mädchen am Dienstag verschwunden und später in der Nähe des Eisstandes bei ihm gefunden worden war. Der Vater des Kindes, Naresh Sharma, führte die aufgebrachte Menge an. Er sagte dem "Indian Express", seine Tochter habe "schwer geblutet", als sie gefunden worden sei.

Noida ist seit Wochen in den indischen Schlagzeilen, nachdem die Polizei dort Ende Dezember ein grausiges Verbrechen aufgedeckt hatte: Ein Hausangestellter soll etwa zwanzig Kinder vergewaltigt, ermordet und selbst die Leichen noch misshandelt und teils sogar gegessen haben. Die Polizei hatte 69 Tüten mit Knochen, Schädeln und sonstigen Überresten gefunden. Der Mann wurde vor zwei Wochen angeklagt; ihm droht die Todesstrafe. (tso/AFP)

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