Jugendkriminalität : Getrieben vom "Schwarzen Mann"

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat gegen einen 14-Jährigen wegen versuchten Mordes Antrag auf dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie gestellt. Der Jugendliche sei "krankheitsbedingt schuldunfähig".

Heidelberg - Der 14-Jährige aus Dielheim im Rhein-Neckar-Kreis soll am 11. September 2006 die Inhaberin eines örtlichen Schreibwarengeschäftes durch zahlreiche Messerstiche lebensgefährlich verletzt haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er habe die wahnhafte Vorstellung gehabt, von einem "schwarzen Mann" mit der Tötung der Frau beauftragt worden zu sein.

Da der Jugendliche "krankheitsbedingt schuldunfähig" sei, könne er für seine Tat nicht bestraft werden, betonte die Staatsanwaltschaft. Aufgrund seiner Gefährlichkeit für die Allgemeinheit will die Strafverfolgungsbehörde daher die Unterbringung des Jugendlichen in der Psychiatrie erreichen. Die Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg werde darüber voraussichtlich Ende Januar 2007 in einer Hauptverhandlung entscheiden.

Vor der Tat habe keinerlei Verbindung zwischen dem 14-Jährigen und seinem 47-jährigen Opfer bestanden. Der Messer-Angriff habe die Ladeninhaberin ohne jede Vorwarnung getroffen. (tso/ddp)

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