Kein Führerschein : Prozess gegen Britney Spears beginnt

Keine guten Karten für Britney Spears. Wegen Fahrens ohne Führerschein muss sich die Sängerin vor einem Gericht in Los Angeles verantworten. Ihr Problem: Die meisten Jury-Anwärter finden sie unsympathisch.

Britney Spears
Britney Spears sieht einem schwierigen Prozess entgegen. -Foto: dpa

Los AngelesDer Prozess gegen Britney Spears (26) wegen Fahrens ohne Führerschein hat am Mittwoch mit der Befragung von Juroren begonnen. Die Sängerin war nicht in dem Gerichtssaal in Van Nuys bei Los Angeles erschienen. Sie ließ sich von ihrem Anwalt vertreten. Einige der 25 möglichen Geschworenen waren nicht gut auf Spears zu sprechen. "Ich mag diese Person nicht", zitierte die "Los Angeles Times" am Donnerstag einen Jury-Anwärter. "Ich glaube sie ist schuldig", sagte ein anderer Mann. Er warf ihr vor, mit dem Prozess Steuergelder zu verschwenden. Am Donnerstag sollte die Auswahl der Juroren fortgesetzt werden.

Spears hatte kürzlich ein Angebot der Staatsanwaltschaft ausgeschlagen, den Prozess zu umgehen. Sie hätte dafür ihre Schuld einräumen müssen, eine Geldstrafe in Höhe von 150 Dollar zahlen und zwölf Monate auf Bewährung erhalten. Stattdessen will sich die zweifache Mutter gegen die aus ihrer Sicht zu harte Strafe für ihr Verkehrsvergehen vor Gericht wehren. Die Sängerin werde viel härter behandelt als andere Verkehrssünder, nur weil sie berühmt sei, wetterte ihr Anwalt Michael Flanagan vor wenigen Tagen.

Die Anklage bezieht sich auf einen Vorfall aus dem Jahr 2007. Damals hatte Spears auf einem Parkplatz ein anderes Auto gerammt und war einfach weitergefahren. Das Verfahren wegen Fahrerflucht wurde nach einer außergerichtlichen Einigung eingestellt. Es stellte sich aber auch heraus, dass Spears keinen gültigen kalifornischen Führerschein hatte. Ihr Anwalt will vor Gericht argumentieren, dass Spears' Führerschein aus dem Heimatstaat Louisiana Gültigkeit hatte. Die Sängerin, die seit langem mit privaten und psychischen Problemen kämpft, war schon mehrfach wegen Verkehrsdelikten aufgefallen. (ah/dpa)

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