Welt : Kinder in AKW-Nähe krebsgefährdet

Strahlenkommission bestätigt Mainzer Studie

Berlin - Die Strahlenschutzkommission der Bundesregierung hat nach Angaben des „Spiegels“ eine Mainzer Studie bestätigt, nach der Kinder, die in unmittelbarer Nähe eines Atomkraftwerks aufwachsen, einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, „vor dem fünften Geburtstag an Krebs beziehungsweise Leukämie zu erkranken“. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte daraufhin die Strahlenkommission gebeten, die Studie zu bewerten. Die Ergebnisse der Bewertung wollen Gabriel und seine Strahlenkommission am Donnerstag offiziell in Berlin vorstellen.

Die gemeinsame Studie der Universität Mainz und des Deutschen Kinderkrebsregisters aus dem vergangenen Jahr hatte ergeben, dass 20 Leukämiefälle bei Kindern unter fünf Jahren zwischen 1980 und 2003 mit der Nähe ihres Wohnortes zu Kernkraftwerken zusammenhingen. Die aus 17 Medizinern, Physikern und Biologen bestehende Kommission betont laut „Spiegel“, dass die Mainzer Studie trotz gewisser „methodischer Schwächen“ für einen Radius von „maximal fünf Kilometern“ um die Kernkraftwerke aussagekräftig sei. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen der Strahlung aus AKWs und den Erkrankungen ist laut Strahlenschutzkommission aber nicht zu beweisen, weil bei der Entstehung von Leukämie viele Ursachen zusammenwirkten. Tsp

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