Kot oder Schlamm : Youtube-Klickhit: Womit spritzt der Zoo-Elefant?

19.09.2012 16:31 UhrVon Marie-Lena Hutfils
Wohl nur Schlamm kommt aus diesem Rüssel. Screenshot: Tsp
Wohl nur Schlamm kommt aus diesem Rüssel. - Screenshot: Tsp

Ein Elefantenvideo sorgt für Schadenfreude im Netz. Angeblich soll darin ein Mann zu sehen sein, der von einem Elefanten mit Kot beschmissen wird. Im Berliner Zoo allerdings ist eine andere Version der Geschichte zu hören.

"Elefant besprüht Mann mit Kot" ("Elephant Spraying Poo on Man"): Unter diesem Titel ist auf YouTube ein Video aus dem Berliner Zoo zu finden. Und tatsächlich ist dort zu sehen, wie ein Elefantenbulle einen Besucher von oben bis unten mit einer grau-braunen Masse bewirft. Der unglückselige Mann war allerdings nicht Opfer einer Kotattacke - das zumindest ist im Berliner Zoo zu hören. Es handele sich lediglich um Schlamm, sagt der Direktor des Berliner Zoos, Bernhard Blaszkiewitz. Wobei: So richtig angenehm ist vermutlich auch eine Schlamm-Dusche nicht. Blaszkiewitz sagt, er habe von dem Vorfall bis zum Erscheinen des Videos nichts gewusst: "Natürlich hätten wir dem Mann geholfen, aber bei uns hat sich niemand gemeldet." Nach solch einem Schlammangriff hätte der Besucher eine Dusche und saubere Kleidung sicher gut gebrauchen können.

Zoobesucher können aber beruhigt sein: Anschläge dieser Art auf die Besucher seien nicht die Regel, sagt der Zoodirektor. Ein Gorilla hat seinen Unmut über die Betrachter zwar schon mal mit dem Wurf eines Grasbüschels geäußert und auch das Schild im Löwengehege: „Achtung! Löwe spritzt Urin durchs Gitter“ ist den meisten Berlinern wohl bekannt. Sollte der Elefant sich das Schlammspritzen angewöhnen, wolle der Zoo aber etwas dagegen tun. Einen genauen Plan dafür gibt es im Zoo aber noch nicht.

Das Video hatte den Angaben auf Youtube zufolge ein Pärchen auf seinem Trip durch Europa aufgenommen und in das Portal eingestellt.

Wissens - Test

Service
Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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