Kriminalität : Zoll-Großrazzia gegen Schwarzarbeit in sechs Städten

Bei einer bundesweiten Großrazzia gegen Schwarzarbeit haben Zollfahndung und Polizei am Montag 31 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Schwerpunkt der Aktion war Berlin.

Berlin - Das teilte der Sprecher der zuständigen Zoll-Finanzkontrolle, Heinz Michael Horst, in Berlin mit. Weitere Kontrollen gab es in Kiel, Hamburg, Dortmund, München und Potsdam. Rund 200 Beamte waren im Einsatz. Die Fahnder beschlagnahmten zahlreiche Computer, Dokumente und CDs. Der Schlag sei intensiv vorbereitet worden, das Hauptzollamt habe ein Jahr lang ermittelt, sagte Horst. Festnahmen gab es nicht.

Die Razzia richtete sich gegen eine Firma aus der Baubranche, die im großen Stil deutsche und ausländische Arbeiter beschäftigt haben soll, ohne Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Zwei Berliner Wohnungen leitender Mitarbeiter der Firma wurden vor der Durchsuchung durch die Zollfahnder von Kräften des Spezialeinsatzkommandos gestürmt, sagte Horst. Es habe Hinweise gegeben, dass dort Waffen im Spiel sein könnten. Dem Unternehmen wird auch vorgeworfen, Lohn- und Umsatzsteuern nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. (tso/dpa)

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