Lady Gaga in Harvard : Kampf gegen Mobbing

US-Popstar Lady Gaga ruft eine Stiftung gegen Mobbing an Schulen ins Leben und wirbt in Harvard für eine "Kultur der Liebe".

Keine gewöhnliche Dozentin: Lady Gaga im schwarzen Kleid und einem netzartigen Hut an der Eliteuniversität Harvard. Foto: REU
Keine gewöhnliche Dozentin: Lady Gaga im schwarzen Kleid und einem netzartigen Hut an der Eliteuniversität Harvard.Foto: REU

US-Popstar Lady Gaga hält eine "Kultur der Liebe" für die beste Maßnahme im Kampf gegen Mobbing. Es sei "nicht schwer", die Welt zu verändern, sagte Lady Gaga am Mittwoch (Ortszeit) bei der Vorstellung ihrer Stiftung Born This Way, die sich dem Kampf gegen Schikanen und Mobbing unter Jugendlichen widmet, in einem überfüllten Hörsaal der Harvard-Universität. Es genügten „kleine Gesten der Freundlichkeit“ und das Eintreten für Menschen, die gemobbt würden.

"Ich bin nicht hier, um Euch eine Antwort zu geben oder zu sagen, ich kann diese Probleme lösen", sagte die für ihre extravaganten Kostüme bekannte Sängerin, die für den Auftritt an der US-Elite-Universität ihre platinblonden Haare zu einer von einem schwarzen Netz umhüllten Beehive-Frisur toupiert hatte. Die Stiftung, die den Namen von Lady Gagas Erfolgs-Album und -Single trägt, sei "keine Anti-Mobbing Stiftung", sagte die 25-Jährige. "Es ist eine Stiftung zur Stärkung von Jugendlichen."

Ziel sei es, für Sicherheit in Schulen und Gemeinden zu sorgen, Menschen in Freundlichkeit und Toleranz zu schulen und Möglichkeiten für Jugendliche zu schaffen, sich zu entfalten. Außerdem sollten diejenigen erreicht werden, die ihre Mitschüler schikanierten. "Was erzeugt Wut?", fragte Lady Gaga. US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey, die die Veranstaltung moderierte, sagte, Lady Gaga schaffe "nicht nur eine Stiftung, sondern eine Bewegung". Winfrey verglich die Initiative mit früheren Kampagnen gegen Rauchen oder Trunkenheit am Steuer.

Nach Angaben der Amerikanischen Psychologen-Vereinigung haben 70 Prozent der jugendlichen Schüler in den USA Erfahrungen mit Ausgrenzung. Bis zu 15 Prozent werden fortlaufend gemobbt. (AFP)

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