Landgericht Fulda : Student soll als falscher Polizist Mädchen missbraucht haben

Nicht nur als Polizist, sondern auch als Bademeister oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts, soll sich ein Student in Hessen ausgegeben haben, um minderjährige Mädchen sexuell zu missbrauchen. Seit Dienstag steht der 24-Jährige vor dem Landgericht Fulda.

Ein Student aus Hessen soll sich mehrfach als Polizist ausgegeben haben, um Mädchen beim Abtasten sexuell zu missbrauchen. Der 24-Jährige steht seit Dienstag vor dem Landgericht Fulda. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 25 Taten vor, darunter schwerer sexueller Missbrauch und Vergewaltigung. Die Mädchen waren zum Tatzeitpunkt zwischen 10 und 17 Jahre alt.

Der Angeklagte aus Hofbieber bei Fulda soll immer nach derselben Masche vorgegangen sein: Unter dem Vorwand, die Mädchen nach Drogen durchsuchen zu müssen, soll er erst ihre Taschen und Rucksäcke durchwühlt und sie dann am Körper abgetastet haben. In einigen Fällen soll er sich auch als Bademeister oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgegeben und vorgetäuscht haben, er müsse die Mädchen auf Krankheiten untersuchen.

Echte Polizisten hatten ihn auf einem Überwachungsvideo in Kassel erkannt. In seiner Wohnung stellten sie die mögliche Tatkleidung und DNA-Spuren sicher. Die Öffentlichkeit ist im Prozess ausgeschlossen, weil der Angeklagte einige Taten als Jugendlicher begangen haben soll. Mit einem Urteil ist Mitte Februar zu rechnen. (dpa)

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