Welt : Landrat von Hameln erschossen

Täter war Waffennarr – er tötete sich selbst.

Das Opfer. Rüdiger Butte, Landrat und ehemaliger LKA-Chef Niedersachsens. Foto: dpa
Das Opfer. Rüdiger Butte, Landrat und ehemaliger LKA-Chef Niedersachsens. Foto: dpaFoto: dpa

Hameln - Der langjährige Landrat von Hameln-Pyrmont, Rüdiger Butte, ist am Freitag in seinem Büro im Kreishaus erschossen worden. Anschließend brachte der Schütze, ein 74 Jahre alter Mann, sich selbst um. Der 63 Jahre alte Butte war seit 2005 Landrat von Hameln-Pyrmont. Zuvor war er vier Jahre lang Direktor des Landeskriminalamtes in Niedersachsen gewesen.

Die Schüsse hat der Täter nach Polizeiangaben geplant und sehr gezielt abgegeben. Der 74-Jährige habe sich zunächst im Landratsbüro angemeldet und das Zimmer des Verwaltungschefs dann nach Aufforderung betreten. Dann habe der Mann mehrere Schüsse auf den Landrat abgefeuert. Tatwaffe sei ein Revolver gewesen. Nach der Tat habe der 74-Jährige sich selbst erschossen. Augenzeugen für das Verbrechen gibt es nicht. Nach unbestätigten Informationen soll es sich bei dem Täter um einen Waffennarren gehandelt haben.

Die Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, Sandra Lummitsch, hörte die Schüsse in einem benachbarten Büro. Lummitsch sagte der Nachrichtenagentur dpa, anschließend sei die Vorzimmerdame des Landrats in ihr Büro gelaufen und habe gerufen: „Etwas Schreckliches ist passiert.“ Die Sprecherin setzte einen Notruf an die Polizei ab. Danach habe sie sich mit der Kollegin im Büro eingeschlossen. Der Täter sei ihr bisher nicht bekannt gewesen, sagte die Kreissprecherin. dpa

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