Londoner Kopfbahnhof : Queen Elizabeth weiht St. Pancras ein

Die Queen eröffnete in London den neuen Kopfbahnhof für Eurostar-Schnellzüge. St. Pancras, einer der modernsten Bahnhöfe der Welt, wurde für 1,2 Milliarden Euro saniert. Eine Reise von Paris nach London dauert so nur noch zwei Stunden und 15 Minuten.

Queen Elisabeth
Königin Elisabeth begrüßte rund 1000 Gäste zur Eröffnung von St. Pancras. -Foto: AFP

LondonBegleitet von Klassik-Klängen des Royal Philharmonic Concert Orchestra hat Königin Elizabeth II. den neuen Londoner Kopfbahnhof für die Eurostar-Schnellzüge eröffnet. Vor tausend Gästen weihte die Queen den Bahnhof St. Pancras ein, der in den vergangenen sechs Jahren für umgerechnet 1,2 Milliarden Euro renoviert worden war.

Ab dem 14. November rollen die regulären Eurostar-Verbindungen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal in den spektakulären Bahnhof ein. Die Reise Brüssel-London dauert dann nur noch zwei Stunden, die Reise Paris-London zwei Stunden und 15 Minuten. Für die Zeit bis Ende März sind bereits eine Million Tickets verkauft. Der renovierte Bahnhof sei eine "wunderbare Illustration" dafür, was mit "partnerschaftlicher Zusammenarbeit" erreicht werden könne, sagte die Queen.

Längste Champagnerbar der Welt

St. Pancras stammt noch aus der viktorianischen Ära, wurde aber zu einem Renommier-Bauwerk umgestaltet. Einkaufszeilen und High-Tech-EDV machen den Londoner Bahnhof zu einem der modernsten der Welt. Zu den Attraktionen von St. Pancras zählt auch die mit 90 Metern angeblich längste Champagnerbar der Welt. Damit hebt sich der neue Londoner Eurostar-Bahnhof vom Image des britischen Bahnsystems der vergangenen Jahrzehnte ab, das gegenüber den kontinentalen Bahnen stark ins Hintertreffen geraten war.

Auf der französischen Seite des Eurotunnels wurde die Hochgeschwindigkeitstrasse bereits 1993 fertiggestellt. Insgesamt wurden für die Anbindung Londons an die High-Speed-Trasse in den vergangenen Jahren 8,6 Milliarden Euro investiert. Künftig rollen die Eurostar-Züge durch Kent Richtung St. Pancras, bislang waren sie auf der anderen Seite der Themse zur Waterloo-Station gefahren. (mit AFP)

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