Welt : Luftfahrt: Concorde darf wieder fliegen

Gut ein Jahr nach dem Absturz einer Concorde bei Paris haben die britische und die französische Luftfahrtbehörde die Wiederaufnahme der Flüge des Überschalljets gebilligt. British Airways und Air France erhielten die Genehmigung, die allerdings von einer Reihe technischer Modifikationen an den Maschinen abhängig ist. Air France kündigte an, die Flüge im November wieder aufzunehmen. Auch British Airways will die Concorde in Kürze wieder einsetzen.

Sobald die vorgeschriebenen Änderungen umgesetzt seien, werde dem Flugzeug die Fluggenehmigung erteilt und es könne seinen Dienst wieder aufnehmen, hieß es von der Zivilen Luftfahrtbehörde in Großbritannien. British Airways plant zunächst fünf Testflüge mit Angestellten des Unternehmens als Passagiere, darunter auch einen Flug nach New York.

Als Änderungen vorgeschrieben werden unter anderem stärkere Reifen, Tankverkleidungen aus kugelsicherem Material und ein gesonderter Schutz für die elektrischen und hydraulischen Teile an der Unterseite der Flügel. Damit werde man künftig Unfälle wie den in Paris verhindern, sagte ein Sprecher der Behörde. Nach Erkenntnissen der Unfallermittler hatte damals ein auf der Startbahn liegendes Metallteil einen Reifen der Concorde zum Platzen gebracht, Reifenteile beschädigten einen Tank, der daraufhin Feuer fing.

Bei dem Absturz am 25. Juli 2000 waren 113 Menschen getötet worden - größtenteils deutsche Touristen. Air France hatte unmittelbar nach dem Absturz alle Concorde-Flüge eingestellt. British Airways zog erst Mitte August des vergangenen Jahres nach - kurz bevor die englische und französische Regierung die Fluggenehmigung für den Überschallflugzeuge zurückzogen. Die Concorde ist ein französisch-britisches Projekt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben