Welt : Milch: Muttermilch: Allergiker müssen aufpassen

Von den psychologischen Vorteilen für Mutter und Kind abgesehen, hat die Aufzucht mit der Muttermilch handfeste biologische Vorteile. Über die Muttermilch wird das Immunsystem des Säuglings aufgebaut und gestärkt. Zudem ist diese spezielle Babynahrung optimal auf die besonderen Anforderung des Säuglingswachstums abgestimmt. Beispielsweise geht ein Großteil der Nährstoffe beim neugeborenen Menschen in den energieaufwendigen Aufbau von Nervenzellen im Gehirn. Muttermilch enthält just jenes kritische Hirn-Baumaterial aus bestimmten Fettsäuren, die etwa der Kuhmilch in dem Maße fehlen. Sogar eine leicht erhöhte Intelligenz bei jenen Kindern, die mit Muttermilch aufgezogen wurden, wollen einige Forscher deshalb ausgemacht haben.

Kein guter Ersatz für Muttermilch ist Kuhmilch für Kinder, die mit einem erblich bedingten, erhöhten Allergie-Risiko geboren werden. Zu den bekanntesten allergenen Stoffen gehört nämlich das Betalactoglobulin, ein Molkeprotein. Betroffene Kinder sollten im ersten Lebensjahr artfremdes Eiweiß meiden, allein Muttermilch enthält kein Betalactoglobulin. Es gibt aber so genannte hypoallergene Milchpulver, die ebenfalls frei von Betalactoglobulin sind.

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