Museumsdieb : Nach 42 Jahren Beute zurückgegeben

Oslo - Ein reuiger Museumsdieb hat 42 Jahre nach der Tat seine Beute an den norwegischen Staat zurückgegeben und damit eine gewisse Ratlosigkeit ausgelöst. Wie die Osloer Zeitung «Aftenposten» am Freitag berichtete, ging bei der Botschaft des skandinavischen Landes in Paris unlängst ein Gegenstand mit der Post ein, dessen Funktion niemand erkennen konnte. In dem beigefügten anonymen Brief hieß es, das Stück stamme aus einem Museum irgendwo in Nordnorwegen, aus dem er (oder sie) es bei einem Urlaub 1964 gestohlen habe. Zu vermuten sei, dass die samischen Ureinwohner Lapplands das Werkzeug zur Bearbeitung von Leder und Lehm benutzt hätten. Das sei aber nicht sicher.

Der unbekannte Absender konnte sich auch nicht an Namen und Ort des Museums erinnern: «Wahrscheinlich war es in Bodø oder Tromsø.» Eher tröstlich hieß es weiter: «Das Stück hat mir die ganzen Jahre gute Dienste geleistet.» Unterschrieben war der Reuebrief mit: «Ein Ex-Dieb, der weniger ein Dieb gewesen ist als leidenschaftlich besessen von Authentizität.» (tso/dpa)

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