Welt : Nachrichten: Forscher wollen Palast des Herodes gefunden haben

Erneut wurde ein Gewalttäter, der Ende Juli aus einer geschlossenen Abteilung in Günzburg geflüchtet war, festgenommen. Erst im Juli waren aus einer niederbayerischen Anstalt fünf psychisch gestörte Gewaltverbrecher ausgebrochen. "Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge", sagte eine Sprecherin des Münchner Innenressorts, "unser Ministerium drängt darauf, dass die Sicherheitsbedingungen verbessert werden."

Dies betreffe sowohl die Sicherheit der Gebäude, als auch die Voraussetzungen, unter denen Freigänge bewilligt würden, sagte die Sprecherin mit Blick auf ein Verbrechen vom Mittwoch, bei dem ein verurteilter Sexualstraftäter auf Freigang ein dreijähriges Mädchen sexuell misshandelt hatte. Der 38-Jährige war nur wenige Tage zuvor gegen den Willen seiner Ärzte und der Staatsanwaltschaft aus der geschlossenen Abteilung in eine offene Therapie entlassen worden.

"Wir hatten im vergangenen Jahr 61 Entweichungen aus dem nicht gelockerten Vollzug", sagte Bernhard Seidenath vom bayerischen Sozialministerium, das für die betreute Unterbringung psychisch gestörter Straftäter zuständig ist. Im ersten Halbjahr dieses Jahres habe die Zahl lediglich bei 25 geflohenen Straftätern gelegen.

Seidenath sagte, das Ministerium investiere dieses Jahr im Rahmen des Programms "Bayern Sicherheit" neun Millionen Mark in zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für die geschlossenen Vollzugsanstalten. Für das nächste Jahr seien 65 Millionen Mark beantragt. Insgesamt gebe es im Freistaat 14 klinische Anstalten zur Unterbringung von psychisch gestörten Straftätern.

Nach Angaben der Polizei sagte der am Donnerstag gefasste 54-jährige Ausbrecher, er werde die nächstbeste Möglichkeit zu einer erneuten Flucht nutzen.

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