Nasa : Discovery sicher gelandet

Die US-Raumfähre Discovery ist wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Das Shuttle landete um 15.14 Uhr planmäßig auf dem Gelände des Kennedy Space Centers in Florida.

Cape Canaveral - Happy End für eine heikle Mission: Die 13-tägige Mission war erst der zweite Shuttle-Flug nach dem Columbia-Unglück im Februar 2003. Die nächste Raumfähre soll Ende August starten.

Im Kontrollzentrum in Cape Canaveral herrschte große Erleichterung. «Willkommen zurück, Discovery, und Glückwünsche für eine großartige Mission», wurden die sechs US-Astronauten - zwei Frauen und vier Männer - empfangen. «Die Discovery-Crew ist sicher heimgekehrt», hieß es unter dem Beifall der Mitarbeiter im Kontrollzentrum. Wie bei einem Flugzeug sind Start und Landung auch in der Raumfahrt die gefährlichsten Phasen. 2003 war die Columbia beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht, alle sieben Astronauten an Bord kamen ums Leben. Das Unglück wurde durch ein Loch im Hitzeschild des Shuttles verursacht, das beim Start durch ein abplatzendes Stück Isolierschaum gerissen worden war.

Die Discovery war am 4. Juli zur Internationalen Raumstation ISS ins All gestartet. Vor dem Start hatte es in letzter Minute Sorgen gegeben, es könnten sich erneut größere Teile Isolierschaum lösen. Dies konnten die Techniker der US-Raumfahrtbehörde Nasa aber verhindern; am Sonntag hatte die Nasa nach einem letzten Sicherheitscheck grünes Licht für den Rückflug gegeben. Bordkommandeur Steve Lindsey und Copilot Mark Kelly hatten den Gleitflug zur Erde etwa eine Stunde vor der Landung durch eine Zündung der Antriebsraketen ausgelöst.

Der mit der Discovery ins All geflogene Thomas Reiter blieb an Bord der ISS zurück. Dort soll der Deutsche sechs bis sieben Monate verbringen und zahlreiche Experimente durchführen. Die hoch über der Erde schwebende Raumstation steht für die NASA im Mittelpunkt eines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms, das Menschen nach jahrzehntelanger Unterbrechung wieder zum Mond bringen soll. Mittelfristig sind auch bemannte Missionen zum Mars geplant. (tso/AFP)

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