Naturkatastrophen : Alle Wetter

Waldbrände, Hurrikane, Erdbeben, Fluten – viele Länder leiden zurzeit unter Naturkatastrophen.

In Deutschland hat der September mit einem Temperaturrekord begonnen. In Seehausen (Sachsen-Anhalt) war es am Dienstag 33,8 Grad heiß – so warm wie noch nie an einem 1. September. In anderen Regionen der Welt dagegen sehen die Wetterextreme nicht so harmlos aus. In Asien, Afrika und Amerika leiden die Menschen unter Naturkatastrophen, die zahlreiche Leben bedrohen und ganze Landstriche verwüsten.

KALIFORNIEN

Nach einer tagelangen Hitzewelle gibt es endlich Hoffnung: sinkende Temperaturen und feuchtere Luft helfen den Rettungskräften im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien. Nach Behördenangaben konnte das Feuer nördlich von Los Angeles um ein Fünftel eingedämmt werden. Erstmals wurden auch Evakuierungsbefehle aufgehoben. Für eine Entwarnung war es aber noch zu früh: Auffrischender Wind könnte die Flammen wieder auflodern lassen. Auch die von Meteorologen angekündigten Gewitter machten der Einsatzleitung Sorgen. Blitzschlag könnte zu neuen Brandherden führen, hieß es. Im Kampf gegen die Flammen sind mehr als 3600 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt durch Löschflugzeuge und Hubschrauber. Nach Auskunft der Behörden wurden seit Ausbruch der Brände vor einer Woche über 10 000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Bislang zerstörte das Feuer 63 Häuser und fraß sich durch etwa 51 400 Hektar Wald. Experten wiesen darauf hin, dass die Waldbrandsaison gerade erst begonnen habe.

MEXIKO
Am Mittwochmorgen hat der Hurrikan „Jimena“ mit Windstärken von rund 180 Kilometern pro Stunde die mexikanische Pazifikküste erreicht. Meterhohe Wellen brandeten an die Strände, Regenmassen setzten tiefliegende Gebiete der Urlauber-Halbinsel Baja California unter Wasser. Auf seinem Weg Richtung Mexiko hatte sich „Jimena“ zu einem Wirbelsturm der Gefahrenstufe 2 abgeschwächt. Dennoch sei er weiter sehr gefährlich, sagte ein Sprecher des mexikanischen Wetterdienstes. Schon im Vorfeld hatte der herannahende Wirbelsturm schwere Überschwemmungen ausgelöst. Wegen starker Regenfälle seien viele Gebiete völlig überflutet und von der Außenwelt abgeschnitten worden, sagte Zivilschutzchef José Gajon. 15 000 Familien wurden evakuiert.

INDONESIEN
Bei einem schweren Erdbeben sind am Mittwoch in Indonesien mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Das Beben der Stärke 7 erschütterte um 14 Uhr 55 die Insel Java und brachte Hochhäuser in der Hauptstadt Jakarta ins Wanken, wo Tausende Menschen in Panik ins Freie liefen. Ein Tsunami-Alarm wurde eine Stunde nach dem Beben wieder aufgehoben. Die meisten Opfer seien von den Trümmern ihrer einstürzenden Häuser erschlagen oder von Erdrutschen begraben worden, hieß es. Einige abgelegene Gebiete der Insel seien noch vom Telefonnetz abgeschnitten.

WESTAFRIKA
Mit dem Beginn der Regenzeit sind durch schwere Überschwemmungen in 16 west- und zentralafrikanischen Ländern in den vergangenen Tagen tausende Menschen obdachlos geworden. Nach Schätzungen der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes sind etwa 200 000 Menschen von Senegal, Mauretanien und Sierra Leone bis in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik betroffen. Mindestens 37 Menschen ertranken in den Fluten. Auch in Ostafrika gibt es Warnungen, dass die Ende des Monats erwarteten Regenfälle ungewöhnlich heftig ausfallen könnten. Die Region hofft nach anhaltender Dürre und drei schlechten Regenperioden in Folge allerdings verzweifelt auf Regen. (mit Agenturmaterial)

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