NEGATIV-SCHLAGZEILEN : Gerüchte als geschickte PR-Taktik?

Die „Sticky & Sweet“-Tour hat sich Madonna zum 50. Geburtstag selbst zum Geschenk gemacht. Am Donnerstag gastiert sie im Berliner Olympia-Stadion. Zwei weitere Deutschlandtermine steigen Anfang September in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Schon im April war Madonnas aktuelles Album „Hard Candy“ erfolgreich in den Charts eingestiegen. Ihre Duett-Single „4 Minutes“ mit Justin Timberlake stellte weltweit Rekorde auf.

Doch Madonna produzierte zuletzt wochenlang Negativschlagzeilen, von denen man nicht weiß, ob sie am Ende gar Teil einer PR-Kampagne sind. Von einer schweren Krise war da bisweilen die Rede. Manche vermuteten, Madonna stehe kurz vor dem Burnout. Zugesetzt hatten der Sängerin offenbar die Trennungsgerüchte um sie und ihren Ehemann Guy Ritchie. Die Londoner „Times“ berichtete, Madonna habe schon eine Promi-Scheidungsanwältin konsultiert. Zur gleichen Zeit wurde gemunkelt, Madonna habe eine Affäre mit dem Baseball-Spieler Alex Rodriguez von den New York Yankees. Wegen seiner neuen Liebe soll der 32-jährige Sportler sogar seine Frau verlassen haben. Madonna jedoch bestritt alles: die angebliche Affäre mit dem Baseball-Star und eine mögliche Scheidung von ihrem Ehemann. Plötzlich zeigten sich Madonna und Filmregisseur Ritchie wieder händchenhaltend in der Öffentlichkeit, das hatte es lange nicht gegeben. Nach jüngsten Gerüchten plant das Paar sogar die Adoption eines weiteren Kindes aus Malawi.

Doch die Harmonie-Offensive hatte offenbar nicht viel geholfen, der Ärger nimmt kein Ende. Mitte Juli veröffentlichte Madonnas Bruder Christopher Ciccone in den USA das Enthüllungsbuch „Life with my sister Madonna“. Darin verrät er allerhand Details aus dem Privatleben seiner berühmten Schwester. In dem Buch und in mehreren Talkshow-Auftritten beschreibt Ciccone Madonna als karrierefixiert und egozentrisch. Ihr Mann Guy Ritchie sei obendrein schwulenfeindlich, meint der homosexuelle Ciccone. Richie sei schuld daran, dass die Beziehung zwischen Bruder und Schwester seit Jahren in Trümmern liege. Und als sei all das noch nicht genug, vermeldete die „New York Post“ kürzlich einen weiteren Skandal um das Buch von Christopher Ciccone. Aus vertraulicher Quelle will das Boulevardblatt erfahren haben, dass Madonna selbst beteiligt war an der Biografie. Als Ghostwriterin habe sie ganze Abschnitte des Buches persönlich diktiert. Ein geschickter Marketing-Coup kurz vor der großen Konzertreise?

Wie auch immer. Auf die „Sticky & Sweet“-Tour bereitete sich Madonna offenbar intensiv vor – mit der ihr eigenen Härte sich selbst gegenüber. Madonna ist bekannt für ihre kraftraubenden Trainingsmarathons. Die Proben schienen ihre Gesundheit zu belasten. Ein Foto vor dem New Yorker Kabbalah Center sorgte kürzlich für Aufregung. Zu sehen war die Sängerin darauf mit dunklen Augenringen, abgezehrten Gesichtszügen und einem knochigen, ausgemergelten Körper. Besorgt über Madonnas Gesundheitszustand waren auch ihre Ärzte. Sie verordneten ihr zwischenzeitlich eine Probenpause, da sie Symptome von Überlastung zeigte.

Ein Stehplatz für den Auftritt im Berliner Olympia-Stadion kostet 99 Euro, Sitzplätze mit guter Sicht bis zu 200 Euro. Nach englischen Medienberichten sind weltweit schon eine Million Tickets verkauft worden. Torben Waleczek

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