Welt : Neun Mal in Deutschland

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Für die, die nicht in Kamerun wohnen, entstehen bei diesem n Bilder von flachen Plateaus vor dem inneren Auge, die, zum Teil von Regenwald bedeckt, vor Hitze flimmern. Dies ist jedoch nur ein Kamerun von vielen – wenn auch weitaus kleineren. In der Bundesrepublik hat das afrikanische Land neun verzeichnete Namensvettern, und so nennt auch hierzulande manch einer Kamerun sein Zuhause. Woher kommt dieser Name, so weit entfernt von Afrika? In Kamerun bei Kemtau in Sachsen heißt es, er stamme aus der Zeit, als Kamerun deutsche Kolonie war; auch Kemtau sollte seine Kolonie Kamerun haben. Zu jener Zeit hat es hier eine Schmiede gegeben. Den rußgeschwärzten Arbeitern sollen die Kinder entgegen gerufen haben: „Die Kameruner kommen.", so eine zweite Namenslegende. Oder aber der Ortsname hat mit dem fernen Land gar nichts zu tun: Ein Bewohner könnte zufrieden ausgerufen haben: „Hier ka mer ruhn!" („Hier kann man ruhen!") und so für den Städtenamen verantwortlich sein.

Das afrikanische Kamerun hat seinen Namen vom Kamerunfluss, jener Nahrungsquelle, die von den Portugiesen im 15. Jahrhundert als „Rio dos Cameros" („Krabbenfluss“) bezeichnet wurde. In Kamerun bei Bayreuth gibt es ein Forsthaus Kamerun. Und fängt man dort auch Krabben? Mit ein wenig Glück bekommt man welche – auf einer Pizza mit Meeresfrüchten. Denn das „Forsthaus Kamerun" ist – ein italienisches Restaurant.

Imke Schridde

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