• Obama erklärt Gebiet zu Katastrophenregion: Mehr als 7000 Bewohner von Louisiana vor Überschwemmungen gerettet

Obama erklärt Gebiet zu Katastrophenregion : Mehr als 7000 Bewohner von Louisiana vor Überschwemmungen gerettet

Louisiana ertrinkt im Wasser: Nach heftigen Regenfällen sind am Wochenende im südlichen US-Bundesstaat mehr als 7000 Menschen aus ihren überschwemmten Häusern gerettet worden.

Überflutete Straßen in Denham Springs, Livingston Parish, Louisiana.
Überflutete Straßen in Denham Springs, Livingston Parish, Louisiana.Foto: REUTER

US-Präsident Barack Obama hat die überschwemmten Gebiete im Bundesstaat Louisiana zum Katastrophengebiet erklärt. Mit diesem Schritt ermöglichte Obama am Sonntag (Ortszeit) die Freigabe von Finanzmitteln aus dem US-Bundeshaushalt für die Bergungsarbeiten in den betroffenen Landstrichen. Seit Freitag steigen in dem Staat im Süden der USA infolge massiver Regenfälle die Wasserpegel.

Angesichts der schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Louisiana sind mehr als 7000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Bewohner seien aus Häusern und Autos gerettet worden, die von den Wassermassen eingeschlossen waren, sagte Gouverneur John Bel Edwards am Sonntag. Die Rettungskräfte seien die ganze Nacht hindurch und bis in den Tag hinein im Einsatz gewesen. "Das ist ein ernstes Ereignis", sagte Edwards, der die Überschwemmungen am Vortag als "historisch" bezeichnet hatte.

Obwohl der Regen nachgelassen hat und sich am Sonntag in einigen Überschwemmungsgebieten die Sonne blicken ließ, dauerte die Katastrophe an. "Es ist noch nicht vorbei", sagte Edwards. Nach Angaben der Behörden kamen seit dem Beginn des Starkregens in Louisiana am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben, ein weiterer Mensch wurde vermisst.

Besonders schwer betroffen war die Gegend um Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana. In Livingston Parish warteten am Sonntag noch immer etwa hundert Menschen auf Rettung, nachdem dort bereits tausende in Sicherheit gebracht worden waren. Allein die Küstenwache holte nach eigenen Angaben am Samstag 50 Menschen per Hubschrauber von den Dächern ihrer Häuser, Autos oder Wohnwagen. An den Rettungseinsätzen waren sowohl örtliche als auch bundesstaatliche und nationale Behörden beteiligt.

Eine dramatische Rettungsaktion wurde am Samstag gefilmt und im Lokalsender WAFB gezeigt: Helfer auf einem Boot in Baton Rouge zogen dort eine Frau aus einem Auto, das gerade unter Wasser geraten war. In dem Video ist zu hören, wie die Frau ruft "Oh Gott, ich ertrinke", während ein Mann ins schlammige Wasser springt und sie am Arm aus dem Wagen zieht.

Als die Frau noch ihren Hund aus dem Wasser holen will, taucht stattdessen der Retter unter - und mit dem Tier im Arm wieder auf. Von den Überschwemmungen war auch der Gouverneur selbst betroffen: Wie Edwards berichtete, mussten er und seine Familie ihr Anwesen verlassen, nachdem das Erdgeschoss mit Wasser vollgelaufen war. Der Wetterdienst sagte bis Dienstag weitere schwere Unwetter voraus, die aber weiter in nördliche Richtung ziehen dürften. Es sei mit weiteren Sturzfluten zu rechnen. (AFP)

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