Polynesien : Mindestens 16 Tote bei Flugzeugunglück

Ein kleines Verkehrsflugzeug ist aus bislang ungeklärter Ursache vor der polynesischen Insel Moorea ins Meer gestürzt. 16 der 20 Insassen wurden bislang tot geborgen.

Papeete

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs im Pazifischen Ozean sind in der Nacht mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden von Französisch-Polynesien befanden sich 20 Insassen an Bord der zweimotorigen Maschine der Linie Air Moorea, die sich auf dem Weg von der Insel Moorea nach Tahiti befand. Wie Augenzeugen berichteten, stürzte das Flugzeug kurz nach dem Start ins Meer. An Bord des Flugzeuges befanden sich neben Mitgliedern des polynesischen Umweltministeriums auch zwei Beamte der Europäischen Kommission, ein Franzose und ein Belgier. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt.

Das Flugzeug stürzte den Angaben zufolge in eine Meeresrinne von rund 1500 Metern Tiefe, welche die nur 17 Kilometer voneinander entfernten Inseln Moorea und Tahiti trennt. «Das Flugzeug hatte offenbar Schwierigkeiten zu starten», berichtete ein Augenzeuge am Airport von Moorea. Kurz nach dem Abheben sei es nach unten gestürzt, «und wir haben die Explosion gehört».

Nach dem Absturz trieben Trümmerteile und Leichen im Meer. Unter den geborgenen Opfern befanden sich den Angaben zufolge auch zwei australische Touristen und der belgische EU-Mitarbeiter. Vier Insassen wurden noch vermisst, wegen der anbrechenden Dunkelheit mussten die Rettungsarbeiten unterbrochen werden. Sie sollten bei Tagesanbruch wieder aufgenommen werden, dabei sollten zwei Hubschrauber und mehrere Schiffe eingesetzt ewrden.

Der Präsident von Französisch-Polynesien, Gaston Ton Sang, reiste sofort zum Unglücksort. Die Katastrophe habe das Land und seine Regierung in tiefe Trauer versetzt, sagte er. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zeigte sich in einer Erklärung ebenfalls erschüttert über das Unglück. Moorea ist mit seinen paradiesischen Lagunen und seinen Luxushotels eine beliebte Urlaubsregion. (mit AFP)

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