• Premiere im Flugzeug-Hangar: Ziemlich beste Sportsfreunde - der Paralympics-Films "Gold"

Premiere im Flugzeug-Hangar : Ziemlich beste Sportsfreunde - der Paralympics-Films "Gold"

Die Lufthansa, Sponsor der Paralympics-Nationalmannschaft, hat für die Premiere des Films „Gold – Du kannst mehr als du denkst“ ihren Hangar in Hamburg zum größten Kinosaal der Welt umfunktioniert. Unter einer Boeing schaute sich das Publikum den Dokumentarfilm an, der von diesem Donnerstag an in den Kinos läuft.

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Kirsten Bruhn, Schwimmerin, am Mittwoch bei der Premiere. Foto: dpa
Kirsten Bruhn, Schwimmerin, am Mittwoch bei der Premiere. Foto: dpaFoto: dpa

Die Platzanweiser sind Stewardessen, hinten im Kinosaal steht ein riesiger polierter Airbus, und die Leinwand ist so gigantisch wie eine Häuserfront: Die Lufthansa, Sponsor der deutschen Paralympics-Nationalmannschaft, hat ihren Technik-Hangar auf dem Airport Hamburg am Dienstagabend in das wohl größte Kino der Welt verwandelt. Die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms „Gold – Du kannst mehr als du denkst“ über den Lebensweg dreier Paralympics-Helden aus Kenia, Australien und Deutschland kommentierten die 1200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Diplomatie und Medien mit minutenlangem Applaus.

„Jeder kann für sein Leben die Motivation mitnehmen, eigene Grenzen zu überwinden und nie aufzugeben“, sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich auf der Bühne, neben UN-Sonderberater Willi Lemke Schirmherr des Dokumentarfilms, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Grimme-Preisträger und Regisseur Michael Hammon dankte „meinen Athleten“: Rennrollstuhlfahrer Kurt Fearnley, dem blinden Marathonläufer Henry Wanyoike und seinem Begleiter Joseph Kibunja sowie Schwimmerin Kirsten Bruhn. Mit ihnen weint und lacht der Zuschauer und bekommt Gänsehaut und Adrenalinkicks, wenn er mit den Protagonisten bei ihrem Weg nach oben fiebert. „Gold“ dokumentiert die Leistungssportler als „Ziemlich beste Freunde“ mit ihren Visionen, Siegen und Niederlagen – und gewährt berührende Einblicke ins Ehe- und Familienleben.

„Für mich sind diese Menschen und Sportler Vorbilder, und ich freue mich auf die nächsten Paralympics in Sotschi 2014“, sagte der prominente Premierengast Wladimir Klitschko dem Tagesspiegel. Die Idee zum Film stammt von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), die einen Großteil der Kosten trägt. Bürgermeister Olaf Scholz plauderte auf der Party nach der Premiere sichtlich beflügelt, wie auch Dana Schweiger, Eberhard Gienger und die Halbschwester des US-Präsidenten, Auma Obama, Expertin für Hilfsaktionen in Kenia. Oscar Pistorius, das große Aushängeschild der Paralympics und derzeit wegen Ermordung seiner Lebensgefährtin angeklagt, sprintet im Film nur einmal durchs Bild. Er gehört dazu, seine Schüsse auf die Freundin sind ein anderes Thema. Annette Kögel

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