Psychologie : Die Albträume der Deutschen

Schweißgebadet oder gar schreiend aufgewacht, das Bett zerwühlt - zum Glück war es nur ein schlechter Traum. Was macht den Deutschen in ihren Träumen am meisten Angst?

Sven Malzahn
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Der freie Fall. Ohne Fallschirm wär's ein Albtraum. -Foto: ddp

Berlin/NürnbergViele Menschen werden von Albträumen heimgesucht und müssen sich im Schlaf mit Ängsten und Panikattacken herumschlagen. Und auch wenn alle Träume individuell verschieden sein dürften, so gibt es doch Muster, die immer wiederkehren. Der häufigste Albtraum der Deutschen ist, in die Tiefe zu stürzen. In einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung gaben 37 Prozent dies als ihre "Horrorvorstellung" an. Fluchtfantasien liegen mit 26 Prozent auf Platz zwei.

Etwa 25 Prozent der Befragten wälzen sich in der Nacht von einer Seite zur anderen, weil sie davon träumen, einer Gefahr ohnmächtig ausgeliefert zu sein und sich nicht bewegen zu können. Aber es gibt auch weniger dramatische Fälle: Für 23 Prozent ist es bereits ein Albtraum, zu spät zu einem wichtigen Termin zu erscheinen. Dies wird überraschenderweise sogar häufiger genannt als der Verlust nahe stehender Personen, der von etwa 20 Prozent angegeben wird.

Deutlich seltener bestimmen Motive wie Prüfungsängste (13 Prozent) oder Naturkatastrophen (10 Prozent) die Albträume der Deutschen. Davon, im Beruf gemobbt zu werden oder den Arbeitsplatz zu verlieren, träumen rund sieben Prozent. Ebenfalls sieben Prozent werden von der Angst aus dem Schlaf geschreckt, ihnen würden Zähne oder Haare ausfallen oder Arme und Beine fehlen.

Für die Studie im Auftrag der "Apotheken Umschau" wurden insgesamt 2019 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt. Ausgewertet wurden die Antworten derjenigen Befragten, die mehrmals im Jahr von Albträumen geplagt werden (1004 Befragte). Mehrfachnennungen waren möglich. (mit dpa)

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